Klimastreik Neustadt
Die Zukunft selbst in die Hand nehmen

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"Uns reicht es, dass es mit der Klimapolitik nicht vorangeht", skandiert ein Sprecher auf dem Neustadter Marktplatz und alles klatscht. Menschen jeden Alters machten beim sogenannten Klimastreik am 24. September deutlich, dass es für sie ohne eine nachhaltige Veränderung keine Zukunft gibt. Vor allem Jugendliche verschaffen sich seit mehr als drei Jahren lautstark auf der Straße Luft - und das weltweit. Doch nicht nur die Vereinigung "Fridays for Future", sondern auch Umweltschutzorganisationen und politische Parteien beteiligten sich an der Aktion. Über 620.000 waren es auf rund 470 Veranstaltungen am vergangenen Freitag in Deutschland, in Neustadt an der Weinstraße allein rund 600 und im benachbarten Landau sogar mehr als doppelt so viele. "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut", das ist eine der Parolen, die nach der Eröffnungskundgebung auf einem 45 Minuten langen Marsch durch die Straßen der Altstadt getragen wurden. Bei ihrer Rückkehr auf den Marktplatz blieben die Demonstranten nicht bei allgemeinen Parolen stehen. Kurzstreckenflüge streichen, das war eine der konkreten Forderungen. Fleißig wurden Flugblätter verteilt, die die Einwohner Neustadts über die Möglichkeit von Solarzellen auf ihren Hausdächern informieren sollten, denn ohne erneuerbare Energien im Privatbereich wird es nicht gehen. Auch die Stadtpolitik stand im Fokus, als eine Sprecherin des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) den Stadtrat und die SGD aufforderte, die Verkleinerung des Wasserschutzgebietes Ordenswald sowie einen kürzlich gefassten Beschluss zur Flächenversiegelung im Neustadter Osten zu überprüfen. Mirjam Alberti von der Klimaaktion Neustadt ging sogar einen Schritt weiter. Sie bemängelte im Beisein der städtischen Beigeordneten Waltraud Blarr von den Grünen, dass das aktuelle Klimaschutzkonzept der Stadt nicht weit genug reiche, um die Probleme wirklich anzugehen. Viele Impulse also, die nicht nur die Politiker weltweit, sondern auch die Verantwortlichen der Stadtpolitik zum Nachdenken bringen sollen. Dass so viele an der Demo teilgenommen haben, macht den jungen Leuten Mut. "Ende Oktober wird es wieder eine solche Aktion in Neustadt geben", verrät eine der Organisatorinnen.

Fotos: Michael Landgraf

Autor:

Michael Landgraf aus Neustadt/Weinstraße

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