Feuerwehr Neustadt an der Weinstraße
Schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn 65

Der verunfallte LKW auf dem Dach liegend
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Neustadt an der Weinstraße. Ein Sattelzugfahrer hatte bei einem schweren Verkehrsunfall alle Schutzengel bei sich. Der Fahrer befuhr mit seinem Sattelzug und mit seiner 13 Tonnen schweren Beladung die Autobahn 65 in Fahrtrichtung Karlsruhe. Zwischen der Anschlussstelle Neustadt Nord und Neustadt Süd in Richtung Edenkoben stand ein Opel Astra wegen Kraftstoffmangel auf dem Pannenstreifen. Der niederländische LKW-Fahrer ist aus noch ungeklärter Ursache auf das Pannenfahrzeug aufgefahren. Nach ersten Erkenntnissen verriss er dabei das Lenkrad fuhr nach rechts in den Straßengraben und blieb neben einem Wirtschaftsweg im angrenzenden abgeernteten Feld liegen. Dabei wurde der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt.
Die Feuerwehr, welche mit 17 Einsatzfahrzeugen und 40 Einsatzkräften anrückte bot sich ein Bild der Verwüstung. Die Zugmaschine mit angekoppelten Auflieger lag auf dem Dach. Die Ladung von Marmorplatten war um die Unfallstelle verteilt. Um an den eingeklemmten Fahrer zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte Schwerstarbeit leisten. Als erstes verschafften sich die Kräfte einen Zugang zum verletzten Fahrer. Dieser war immer ansprechbar und konnte so mit den Einsatzkräften kommunizieren. Aufgrund der Lage der Zugmaschine gestaltet sich die Rettung schwierig. Zum Einsatz kamen mehrere hydraulische Rettungsgeräte und Seilwinden von mehreren Rüstwagen um die Zugmaschine zu stabilisieren. Parallel dazu ließ der Einsatzleiter den Kranwagen der Berufsfeuerwehr Mannheim nachalarmieren um gegebenenfalls das Fahrerhaus anzuheben. Gleichzeitig mussten vom Gefahrstoffzug die austretenden Betriebsstoffe sowie Dieselkraftstoff gesichert und abgepumpt werden. Insgesamt wurden 650 Liter Betriebsstoffe abgepumpt und aufgenommen. Während diesen Maßnahmen stellte die Feuerwehr, auch wegen der starken Hitze den Brandschutz sicher. Durch die Einbauten in dem Fahrerhaus war es schwer an den Fahrer zu kommen und ihn aus seiner Zwangslage zu befreien.
Nach zweieinhalb Stunden intensiver Arbeit konnte der Fahrer befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Er kam nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber Christoph 5 in die Unfallklink nach Ludwigshafen. Nach einer ersten Vollsperrung der Autobahn konnte diese nach eineinhalb Stunden einspurig wieder freigegeben werden. Nach knapp fünf Stunden konnte die Autobahn wieder komplett befahren werden. Die Bergung des verunfallten Sattelzuggespannes übernahm eine Bergungsfirma aus Landau. Ebenfalls musste von einer Fremdfirma kontaminiertes Erdreich ausgebaggert werden.
Neben der Feuerwehr waren die Autobahnpolizei mit mehreren Fahrzeugen sowie der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen (RTW), ein Krankentransportwagen (KTW), leitender Notarzt, zwei organisatorische Leiter, Rettungshubschrauber Christoph 5 und die untere Wasserbehörde der Stadt Neustadt an der Einsatzstelle. Weitere Unterstützung bekam die Neustadter Wehr durch die Berufsfeuerwehr Mannheim mit einem Feuerwehrkran (FwK 60), LKW mit Abrollbehälter Kran und Einsatzleitwagen.

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