Startschuss für den Verbund der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim

Auf einer gemeinsamen Fahrt von Mannheim nach Heidelberg in einem Sonderzug unterzeichneten (v.l.n.r.) Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht, Professor Dr. Hanns-Peter Knaebel, neuer Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Heidelberg, die Rektorin der Universität Heidelberg Professorin Dr. Frauke Melchior, Sandra Henek, Kaufmännische Geschäftsführerin am Universitätsklinikum Mannheim und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski, symbolisch die Verträge, die den Verbund der beiden Häuser besiegeln.
 | Foto: Hendrik Schröder/Universitätsklinikum Heidelberg
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  • Auf einer gemeinsamen Fahrt von Mannheim nach Heidelberg in einem Sonderzug unterzeichneten (v.l.n.r.) Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht, Professor Dr. Hanns-Peter Knaebel, neuer Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Heidelberg, die Rektorin der Universität Heidelberg Professorin Dr. Frauke Melchior, Sandra Henek, Kaufmännische Geschäftsführerin am Universitätsklinikum Mannheim und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski, symbolisch die Verträge, die den Verbund der beiden Häuser besiegeln.
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Mannheim/Heidelberg. Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung haben das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg, die Universität Heidelberg, das Universitätsklinikum Heidelberg, die Stadt Mannheim und das Universitätsklinikum Mannheim den Start des Verbunds der beiden Universitätsklinika in Heidelberg und Mannheim begangen. Auf einer gemeinsamen Fahrt von Mannheim nach Heidelberg in einem Sonderzug unterzeichneten Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Einrichtungen symbolisch die Verträge, die den Verbund der beiden Häuser besiegeln. Den Abschluss bildete eine Feierstunde im Hörsaal der Kopfklinik auf dem Medizin-Campus in Heidelberg mit rund 400 geladenen Gästen aus Politik und Gesundheitswesen sowie Förderern und Mitarbeitenden der beiden Universitätsklinika.
Offiziell hat die Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) AöR die Mehrheit der Gesellschaftsanteile der Universitätsklinikum Mannheim GmbH von der Stadt Mannheim zum 1. Januar 2026 übernommen. Mit dem Verbund entsteht eines der größten Universitätsklinika Europas mit internationaler Strahlkraft und ein deutschlandweit herausragender universitärer Maximalversorger. Gemeinsam mit der Exzellenzuniversität Heidelberg, ihren beiden Medizinischen Fakultäten in Heidelberg und Mannheim sowie der Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim wird der Verbund den herausragenden Gesundheits- und Medizinstandort der Metropolregion Rhein-Neckar weiter stärken, für die Menschen in der Region und weit darüber hinaus. Die Leitung des Verbunds hat zum 1. Januar Professor Hanns-Peter Knaebel als Vorsitzender des mit ihm nun sechsköpfigen Vorstands des UKHD übernommen.
Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: „Es ist mir eine große Freude, dass wir heute gemeinsam den offiziellen Start des Klinikverbunds feiern. Hinter uns liegen anstrengende Jahre der Verhandlungen. Aber was wir erreicht haben, macht mich stolz und sehr zuversichtlich. Wir haben ein medizinisches Vorzeigemodell geschaffen, das Lehre, Forschung und Versorgung auf ein neues Qualitätsniveau heben – und auch international große Beachtung finden wird. Eine neue Leitungsstruktur mit dem Vorstandsvorsitzenden Hanns-Peter Knaebel an der Spitze wird die nächsten Schritte des Zusammenwachsens umsetzen. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten von den beiden Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim sowie der Universität Heidelberg und der Stadt Mannheim, aber gerade auch den Beschäftigten, die die herausragende Stärke der beiden Standorte ausmachen. Gemeinsam wird der Verbund die so dringend benötigten Ärztinnen und Ärzte der Zukunft auf höchstem Niveau ausbilden und daran arbeiten, Volkskrankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden früher und besser zu erkennen und so wirksamer behandeln zu können. Davon werden wir alle profitieren.“
Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim: „Mit den symbolischen Unterschriften unter die Verträge und der gemeinsamen Fahrt von Mannheim nach Heidelberg starten wir für alle sichtbar den Verbund, der eines der größten Universitätsklinika Europas hervorbringen wird. Von der medizinischen Vielfalt und Exzellenz an beiden Standorten profitieren nicht nur Patienten, Forschende und künftige medizinische Fachkräfte, sondern auch die Gesundheitswirtschaft in der Region und ganz Baden-Württemberg. In intensiven Verhandlungen haben wir optimale Startbedingungen für den Klinikverbund geschaffen – dafür danke ich allen Beteiligten und allen Mitarbeitenden der beiden Klinika. Lassen Sie uns nun gemeinsam die Vision einer universitären Krankenversorgung und einer medizinischen Forschung und Lehre verwirklichen, von der alle Menschen profitieren und die weit über die Region hinaus strahlt!“
Professorin Frauke Melchior, Rektorin der Universität Heidelberg: „Als medizinführende Exzellenzuniversität sorgen wir für eine hervorragende Ausbildung angehender Medizinerinnen und Mediziner, generieren neueste Erkenntnisse in der patientennahen Forschung und tragen durch Translation und Transfer zu Behandlungserfolgen und zu Wertschöpfung im Gesundheitssektor bei. Unsere internationale Strahlkraft wird von der systematisch geförderten Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten, zwischen unserer Universität und ihren beiden Universitätsklinika und mit unseren starken außeruniversitären Partnern getragen. Die Gründung des Klinikverbunds und die sich anschließende Fusion der Medizinischen Fakultäten Heidelberg und Mannheim wird diesen Prozess deutlich beschleunigen und ist ein Meilenstein auf unserem Weg zu einem der besten Standorte Europas.“

Der Verbund stärkt Klinik, Forschung und Lehre

Die Leitung des Verbunds hat zum 1. Januar 2026 Professor Hanns-Peter Knaebel als Vorsitzender des mit ihm nun sechsköpfigen Vorstands des UKHD übernommen. Er steuert zukünftig die strategische Ausrichtung beider Häuser. Die medizinische Leitung wird in den Händen eines Vorstands Medizin liegen. Dieser wird Leitende Ärztliche Direktorin/Leitender Ärztlicher Direktor im Vorstand des UKHD und gleichzeitig Medizinische Geschäftsführerin/Medizinischer Geschäftsführer am Universitätsklinikum Mannheim sein. Mit den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand des UKHD und der Geschäftsführung des Universitätsklinikums Mannheim wird Professor Knaebel in den kommenden Jahren die Verflechtung der beiden Kliniken vorantreiben.
Im Verbund werden sich die medizinischen Fachabteilungen komplementär spezialisieren, so das Spektrum der diagnostischen und therapeutischen Verfahren erweitern und die Qualität der Krankenversorgung weiter verbessern. Von geschärften Profilen profitieren auch Lehre und Forschung. Die Fusion der Medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg in Heidelberg und Mannheim ist für 2027 geplant. Gleichzeitig können in Verwaltungs-, Infrastruktur- und Versorgungsbereichen Ressourcen gemeinsam genutzt werden und Synergieeffekte die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen verbessern. In Kooperation mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Industrie sollen wissenschaftliche Erkenntnisse zudem schneller als bisher für die Patientinnen und Patienten zugänglich gemacht werden.
Professor Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender Universitätsklinikum Heidelberg: „Die Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim zusammen mit den Medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg stehen seit Jahren für exzellente Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Alle diese Bereiche werden wir im Verbund der Universitätsklinika gemeinsam maßgeblich stärken. Mit der geplanten Fusion der Medizinischen Fakultäten in Heidelberg und Mannheim ist der nächste Schritt auf diesem Weg schon vorgezeichnet. Es ist mir eine große Freude und Ehre, diese Zukunft als Vorstandsvorsitzender des Verbunds der beiden Universitätsklinika und des Universitätsklinikums Heidelberg mitzugestalten. Unser Ziel ist es, eine Einrichtung internationaler Spitzenmedizin zu formen. Gemeinsam mit der Exzellenzuniversität Heidelberg und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Heidelberg und Mannheim entsteht ein weltweit einzigartiger Innovationsstandort für Medizin und Lebenswissenschaften. Wir danken dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Mannheim für die hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung auf diesem Weg. Gemeinsam können wir diese Vision Wirklichkeit werden lassen.“

Zahlen und Fakten zum Verbund der Universitätsklinika Heidelberg Mannheim

Mit dem Verbund entsteht eines der größten Universitätsklinika in Europa. 90 spezialisierte Fachkliniken mit rund 2.800 Betten versorgen pro Jahr mehr als 100.000 Patientinnen und Patienten stationär und knapp 1,5 Millionen Menschen ambulant. Mit mehr als 20.000 Mitarbeitenden ist der Verbund einer der größten Arbeitgeber der Region. Zusammen mit den zugehörigen Ausbildungsakademien in Heidelberg und Mannheim ist er zugleich eine der größten Ausbildungsstätten mit mehr als 25 klinischen und nicht klinischen Ausbildungsberufen. Zusammen erwirtschaften die Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim jährlich einen Umsatz von 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro. Die Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim sind eng mit den Einrichtungen der Exzellenzuniversität Heidelberg und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Heidelberg und Mannheim vernetzt, darunter das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung und das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg sowie das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. Gemeinsam bilden sie den vom Land Baden-Württemberg geförderten Innovationscampus Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim. Dazu kommen mehrere Kooperationseinrichtungen wie das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, das Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) Heidelberg sowie das DKFZ-Hector Krebsinstitut und das Helmholtz-Institut für translationale AngioCardioScience (HI-TAC) in Mannheim.
red

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Autor:

Kristin Hätterich aus Mannheim

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