Rhein-Neckar Löwen: Sieg gegen Hannover im letzten Bundesligaheimspiel von Patrick Groetzki - Knappe Niederlage zum Saisonabschluss
- Löwen-Legende Patrick Groetzki bejubelt das letzte Heimspieltor seiner Karriere zum 22:19.
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Von Andreas Martin
Handball. Das letzte Heimspiel der Handball-Bundesligasaison 2025/2026 der Rhein-Neckar Löwen gegen die TSV Hannover-Burgdorf war ein besonderes, und das wegen Löwen-Kapitän Patrick Groetzki, der vor den 7824 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena seinen letzten Bundesligaheimauftritt für die Gelbhemden bestritt. In diesem durfte sich Groetzki, der den Löwen 19 Jahre auf dem Parkett die Treue gehalten hat, dann noch mal über einen 29:28 (15:13)-Sieg freuen, über den in der Schlusssekunde allerdings noch gezittert werden musste. So traf Edwin Aspenbäck sieben Sekunden vor Spielende zunächst zum 29:28. Im Gegenzug brachte Daniel Weber den Ball aber im Tor der Löwen unter. Der Videobeweis ergab, dass der Ball bei Zeitablauf die Torlinie noch nicht überschritten hatte! Allerdings gaben die Unparteiischen den Niedersachsen noch einen Freiwurf, den Vilhelm Poulsen aber in die Abwehrmauer der Löwen setzte (60.). So durfte Groetzki, der den Löwen im Management erhalten bleiben wird, in seinem vorletzten Punktspiel den Sieg bejubeln. Das Tor der Partie fiel denn auch in der 42. Minute, als der gebürtige Pforzheimer Groetzki, auch als „Johnny“ bestens bekannt, mit dem 22:19 für die Gelbhemden sein letztes Heimtor in der Bundesliga erzielte, ein Moment, der in die Clubhistorie eingehen dürfte. Die Badener taten sich bei ihrem letzten Heimauftritt der Handball-Bundesligasaison 2025/2026 gegen die Recken allerdings durchaus schwer. Dabei konnte Löwen-Trainer Maik Machulla im Spiel gegen Hannover und auch im letzten Saisonspiel beim VfL Gummersbach nicht mehr auf Robert Timmermeister (Meniskusverletzung) zurückgreifen.
Larson wechselt nach Bietigheim
Apropos nicht mehr zurückgreifen: Nicht mehr zurückgreifen werden die Löwen ab kommender Saison auch auf den Dänen Mathias Larson. Dessen Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst. Larson schließt sich zur kommenden Saison dem Bundesligaaufsteiger SG BBM Bietigheim an. Für Groetzki, der auch seine Spuren in der deutschen Handballnationalmannschaft hinterlassen hat, ging seine außergewöhnliche Spielerkarriere am Sonntag mit dem Spiel in Gummersbach zu Ende. Am 19. Juli (15 Uhr) wird Groetzki allerdings noch einmal als Spieler auf dem Hallenboden in der SAP Arena stehen, wenn mit „The Final Roar“ das Abschiedsspiel zwischen Patrick Groetzki und Mikael Appelgren ansteht, bei dem sich dann Team „Apfel“ und Team „Johnny“ gegenüberstehen. Gegen die TSV Hannover-Burgdorf schraubte Haukur Thrastarson mit elf Treffern noch einmal ordentlich an seiner Torquote, der allerdings mit neun Assists auch seine Qualitäten als Vorbereiter erneut unterstrich. Im Vordergrund stand aber der Abend für „Johnny“, der den Löwen-Fans in der SAP Arena zumindest auf dem Parkett „Goodbye“ sagte! Außer Groetzki wurden nach dem letzten Saisonheimspiel auch Mathias Larson, Lukas Sandell, Steven Plucnar, Sebastian Heymann und David Móré verabschiedet, die die Löwen verlassen.
Update: Am Sonntag mussten sich die Rhein-Neckar Löwen beim VfL Gummersbach nur knapp mit 27:28 (12:15) geschlagen geben. In der 42. Minute erzielte Groetzki dabei sein letztes Bundesligator für die Löwen, als er die Badener auf 20:19 heranbrachte. Eifrigster Torschütze der Löwen in der Bundesligasaison 2025/2026 blieb allerdings Thrastarson, der in Gummersbach, ebenso wie Jannik Kohlbacher, auf fünf Treffer kam und damit die clubinterne Wertung mit 212 Toren gegenüber Kohlbacher (207 Tore) gewann. Thrastarson hatte drei Sekunden vor Spielende auch die Chance zum 28:28-Unentschieden, scheiterte mit einem Siebenmeter aber an VfL-Torwart Dominik Kuzmanovic. Die Rhein-Neckar Löwen beenden die Spielzeit somit auf Tabellenplatz acht. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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