Rhein-Neckar Löwen: Beim Derby in Göppingen setzt es die nächste Pleite – Die Punkte gegen Lemgo bleiben endgültig!
- Nicht nur Löwen-Torwart David Späth raufte sich in Göttingen die Haare.
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Von Andreas Martin
Handball. In der Handball-Bundesliga haben die Rhein-Neckar Löwen die dritte Pleite in Folge kassiert. Im schwäbisch-badischen Derby bei Frisch Auf Göppingen fanden die Löwen nach der 27:29-Niederlage beim HC Erlangen und der 33:36-Heimpleite gegen die SG Flensburg-Handewitt nicht zurück in die Erfolgsspur. In Göppingen musste sich das Team von Löwen-Trainer Maik Machulla den Hausherren vor 5200 Zuschauern im Derby mit 32:30 (15:14) geschlagen geben. Ein erstes schlechtes Omen war dabei für die Badener schon die Anreise nach Göppingen. Trotz des hohen Verkehrsaufkommens trafen die Löwen zwar immer noch pünktlich zum Spielbeginn um 19 Uhr ein, allerdings waren sie erst vergleichsweise spät in der Halle, sodass die übliche Spielvorbereitung etwas kürzer ausfiel.
Die Punkte gegen Lemgo bleiben
Vor der Partie in Göppingen hatte der zweifache deutsche Handballmeister sowohl unerfreuliche als auch erfreuliche Mitteilungen von der Handball-Bundesliga (HBL) bekommen. So waren die beiden Punkte aus dem Heimsieg gegen Lemgo auf einmal doch wieder in der Schwebe, weil die Handball-Bundesliga GmbH gegen das erstinstanzliche Urteil der 2. Kammer des DHB-Bundessportgerichtes vom 2. April 2026 beim DHB-Bundesgericht Revision eingelegt hatte. Die Entscheidung des DHB-Bundessportgerichts, den Bescheid der HBL GmbH zur Spielwertung des Spiels Rhein-Neckar Löwen gegen TBV Lemgo Lippe aufzuheben, war somit nicht rechtskräftig. Die 2. Kammer des DHB-Bundessportgerichtes hatte entschieden, dass es keine ausreichende Rechtsgrundlage für die Umwertung des 32:30-Sieges der Rhein-Neckar Löwen gegen den TBV Lemgo gab. Das weitere Verfahren lag jetzt im Zuständigkeitsbereich des DHB-Bundesgerichts. Update: Das DHB-Bundesgericht hat mittlerweile letztinstanzlich entschieden, dass die zwei Punkte aus dem Sieg gegen den TBV Lemgo bei den Rhein-Neckar Löwen verbleiben und die Revision der HBL als unbegründet zurückgewiesen. Das Urteil der 2. Kammer des DHB-Bundessportgerichts ist damit jetzt rechtskräftig. Die Post, die dann dieser Tage von der HBL zu den Rhein-Neckar Löwen kam, war erfreulich So wurde den Badenern die Lizenz für die Handball-Bundesligasaison 2026/2027 ohne Auflagen erteilt. Die Chance, dass die Rhein-Neckar Löwen in der Spielzeit 2026/2027 auch wieder auf europäischem Parkett zugange sind, ist nach der Niederlage in Göppingen allerdings nicht größer geworden.
In beiden Halbzeiten den Start verschlafen
Die Löwen erwischten in Göppingen einen zähen Auftakt in die erste Halbzeit und sahen sich nach etwas mehr als zehn Minuten mit einem 4:8-Rückstand konfrontiert. Das Machulla-Team fand allerdings in die Partie und Haukur Thrastarson markierte in der 25. Minute das 11:11 und damit den ersten Ausgleich für die Löwen, nachdem Tim Nothdurft das zwischenzeitliche 3:3 (5.) erzielt hatte. Die Badener ließen die Hausherren nun nicht mehr wegziehen, kassierten aber ärgerlicherweise durch Ludvig Aström quasi mit der Pausensirene noch das Göttinger 15:14 (30.). Ein Treffer, der nach Ansicht des Videobeweises Bestand hatte, weil der Ball noch vor Zeitablauf in das zu diesem Zeitpunkt von Mike Jensen gehütete Löwen-Tor einschlug. Wie schon in Hälfte eins erlaubten es die Badener den Schwaben, auch nach Wiederbeginn bis auf vier Tore wegzuziehen, ein Handicap, das die Löwen jetzt mit sich zogen. Thrastarson, der mit elf Treffern bester Torschütze des Machulla-Teams in diesem Spiel war, brachte die Löwen in der Schlussphase auf 30:28 heran und legte noch zwei Tore nach, aber die 32:30-Niederlage konnte auch er nicht mehr verhindern. Am 1. Mai (19 Uhr) haben die Rhein-Neckar Löwen die MT Melsungen zum nächsten Bundesligaspiel in der Mannheimer SAP Arena zu Gast. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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