Rhein-Neckar Löwen stellen ihren neuen Trainer und die neuen Spieler vor
"Ich will Handball nicht spielen, ich will Handball erfinden"

Kristjan Andresson
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Mannheim. Der Kapuzinerplanken in der Mannheimer Innenstadt war in ein blau-gelbes T-Shirt- und Fahnen-Meer getaucht, schon am frühen Nachmittag fanden sich die ersten Fans ein, um mit ihren Löwen die neue Saison einzuläuten.
Neu ist bei den Löwen so einiges: der Ausrüster, zahlreiche Spieler und nicht zuletzt der Trainer. Der wurde schon mittags im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Ein ganz leiser und relaxter ist er, dieser Kristjan Andresson. Um eine Selbsteinschätzung gebeten, antwortet der Isländer: „Ich bin eher ein ruhiger Typ – auf der Bank und auch im Leben.“ Konkreter wird der Weltmeister, wenn es um seine Erwartungen an das Team geht: „Ich möchte Handball nicht spielen, ich möchte Handball erfinden“. Fast schon philosophisch die Aussage, die Lust auf eine neue Löwen-Erfolgssaison machen soll. „Wir sind gut, wir spielen in drei Wettbewerben und Ziel muss es sein, in denen so weit als möglich zu kommen.“

Trainingsbeginn in Kronau

Genauere Ziele wolle man aber im Laufe der nächsten Wochen gemeinsam mit der Mannschaft definieren, wenn man sich eingespielt und ein bisschen besser kennengelernt hat. Auf die Frage, ob die Jungs denn nach ihrem Urlaub gut in Form seien, schmunzelt Andresson vielsagend: „Sie haben gut gearbeitet während der Ferien, aber es wir mehr als ein Training brauchen, sie richtig fit zu machen.“

Die neuen Spieler sind da

Und auch finden muss man sich erst einmal: Viele neue Spieler sind zur Mannschaft gestoßen: Niclas Kirkeløkke, Romain Lagarde, aus der eigenen Jugend Tim Ganz und nicht zuletzt Heimkehrer Uwe Gensheimer, den man mit noch mehr Professionalität und einem guten Umfeld schnell davon überzeugen konnte, wieder in die Metropolregion zurückzukehren.
"Die Halle in Kronau habe ich zum Trainingsbeginn problemlos wieder gefunden", schmunzelte der Fanliebling. "Aber ich habe schnell bemerkt, dass sich beim Verein einiges getan hat. Das Team auf der Geschäftsstelle ist größer geworden, das ist schon symbolisch für die Entwicklung des Vereins, denn vieles ist heute noch professioneller. Aber es sind doch noch einige Spieler in der Mannschaft, mit denen ich früher schon mal zusammengespielt habe und mit den neuen wird man sich schnell anfreunden", ist er sich sicher.
Und auch Handballstar Romain Lagarde, der eigentlich erst 2020 zu den Löwen stoßen sollte, nun aber auf eigenen Wunsch schon eine Saison früher dabei ist, freut sich auf die neue Saison: "Ich bin glücklich, dass es jetzt doch schneller geklappt hat. Ich freue mich auch das Team und auf die Spiele in der SAP-Arena", sagt er auf Englisch. Als größtes Problem sieht er im Moment noch die deutsche Sprache, aber die lernt er fleißig und mit dem Paris-Rückkehrer Uwe Gensheimer hat er ja auch jemanden an seiner Seite, der ihm wichtige Anweisungen des Trainers, der sich im Moment selbst noch auf Englisch und Deutsch mit dem Team verständigt, übersetzen kann.

Technisch und athletisch – aber auch was seine Handballphilosophie betrifft, will der neue Trainer dem Team nun nämlich schnell seinen Stempel aufdrücken. Und dabei vielleicht ein paar Mal weniger explodieren als sein Vorgänger, was aber nicht heißt, dass er in seiner leisen, fast schon zurückhaltenden Art weniger effektiv sein wird als Nicolaj Jacobsen es war.

Autor:

Heike Schwitalla aus Bruchsal

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