Gänsehautmomente bei den Adlern: Kink und Ullmann nehmen Abschied

Team Ullmann Christoph Ullmann und Team Kink Marcus Kink beim Aufwärmen   | Foto: Bamberger/PIX-Sportfotos
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Eishockey. Bereits am Dienstagabend mussten die Adler Mannheim im Hinspiel des CHL-Achtelfinales in der Schweiz bei den Rapperswil-Jona Lakers am Zürichsee ran (Spielende nach Redaktionsschluss), mit dem Ziel sich dort eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 21. November (19.30 Uhr/SAP Arena) in Mannheim zu schaffen. Nachdem das erste Spiel nach der Länderspielpause somit auf internationaler Ebene stieg, geht es für die Adler in der DEL am Freitag (19.30 Uhr/ SAP Arena) im Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven zur Sache, bevor man am Sonntag (14 Uhr) beim ERC Ingolstadt zu Gast ist.
In diesen drei Partien dürfte dann auch das Brüder-Duo Maximilian und Magnus Eisenmenger auf dem Eis im Adler-Trikot vereint werden. Nachdem Maximilian Eisenmenger schon zu Saisonbeginn nach Mannheim wechselte, der in Landshut ebenso wie Torhüter Arno Tiefensee seinen Anteil daran hatte, dass das deutsche Team unter Bundestrainer Harold Kreis erneut den Deutschland Cup gewann, haben die Adler mittlerweile die Verpflichtung von Magnus Eisenmenger bekannt gegeben, dem zwei Jahre jüngeren Bruder von Maximilian Eisenmenger. Aufgrund der vielen verletzten Stürmer hat der DEL Club aus Mannheim den 23-jährigen Angreifer verpflichtet, der zuletzt bei AIK Solna in der zweiten schwedischen Liga spielte.

Trotz der Länderspielpause gab es in Sachen Eishockey am vergangenen Freitagabend Gänsehautmomente, hatten doch der langjährige Adler-Kapitän Marcus Kink und dessen Kumpel Christoph Ullmann, der erst in diesem Jahr als bester Torschütze der Adler-Historie von Matthias Plachta abgelöst wurde, zu ihrem Abschiedsspiel in die Mannheimer SAP Arena eingeladen und 8199 Zuschauer folgten dem Ruf der beiden Adler-Größen, um die nun ewige Nummer 17 Marcus Kink und die nun ewige Nummer 47 Christoph Ullmann zu feiern, deren Trikots an diesem besonderen Abend ihren Platz unter dem Hallendach der SAP Arena fanden. Die Nummern 17 und 47 werden bei den Adlern nicht mehr vergeben. Für einen Eishockeysportler ist dies die größte Ehrung, die er von Clubseite aus erhalten kann und dementsprechend ging dieser Abend auch an den beiden Geehrten in Sachen Emotionen alles andere als spurlos vorüber. „Wenn ich bisher in eine Eishalle gekommen bin, dann war ich nie aufgeregt, das war heute anders. Auch wenn Christoph und ich das Abschiedsspiel mit geplant haben, so weißt du doch nicht so genau, was tatsächlich passieren wird. Diesen Moment gemeinsam mit der Familie und Freunden zu erleben und das dann auch noch gemeinsam mit meinen Kumpel Ulle zu teilen, das war schon etwas ganz Besonderes“, wird Marcus Kink an diese Momente wohl noch lange zurückdenken. „Es war noch schöner als gedacht und es bewegt mich, dass ich das gemeinsam mit einem langjährigen Freund erleben durfte“, empfand auch Christoph Ullmann den Abend als unvergesslich und sogar noch etwas unvergesslicher, weil er ihn gemeinsam mit Marcus Kink erleben durfte.

Im Spiel tauchte der Name Ullmann beim 6:6 im Duell zwischen dem Team „Kinki“ und dem Team „Ulle“ denn auch zweimal in der Torschützenliste des Teams „Ulle“ auf, allerdings war es der 13-jährige Sohn Lennox Ullmann, der das 2:0 und 3:0 für das Team Ulle markierte, nachdem Andrew Joudrey den Torreigen mit dem 1:0 eröffnet hatte. „Er zeigt es zwar nicht so, aber ich weiß, was es ihm bedeutet, dass er vor über 8000 Zuschauern getroffen hat“, strahlte Papa Christoph Ullmann über das Doppelpack seines Sohnes. Schon das Eröffnungsbully lag in den Händen von Tochter Lina Ullmann. Noch im ersten Drittel, in jedem Drittel wurden 17:47 Minuten gespielt, legten John Tripp und Sven Felski zum 5:0 für das Team „Ulle“ nach. Im zweiten Abschnitt meldete sich dann aber auch das Team „Kinki“ auf der Anzeigetafel, als Michael Bresagk auf 5:1 stellte. Kevin Maginot traf danach zwar zum 6:1 für Team „Ulle“, aber Manuel Pfenning, Ulrich Maurer, Marcus Kink selbst und Jochen Hecht verkürzten auf 6:5. Im Schlussdrittel stellte dann Christian Ehrhoff auf den 6:6-Endstand. Gegen 22.57 Uhr folgte der große Moment, als Familie Ullmann auf der einen und Familie Kink auf der anderen Seite die Banner mit den jeweiligen Rückennummern befestigten und diese dann feierlich hochgezogen wurden. va

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Team Ullmann Christoph Ullmann und Team Kink Marcus Kink auf dem Weg zum Eis beim Abschiedsspiel von Marcus Kink und Christoph Ullmann | Foto: Bamberger/PIX-Sportfotos
Autor:

Jessica Bader aus Mannheim

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