Löwen verlieren Krimi
Bittere Niederlage gegen die THW Kiel – Löwen verlieren Krimi mit 27:28
- Die Stützen der RNL Kevin Gerwin und Conny
- Foto: Wolfgang Neuberth
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Bittere Niederlage gegen die THW Kiel – Löwen verlieren Krimi mit 27:28
Denkbar knapp und maximal bitter: Die Rhein-Neckar Löwen sind mit einer 27:28 (15:12)-Niederlage gegen Rekordmeister THW Kiel in das Handballjahr 2026 gestartet. Vor 11.248 Zuschauern in der SAP Arena entschieden die Gäste die Partie mit der Schlusssirene für sich.
Traumstart der Löwen
Die Ausgangslage versprach Hochspannung: Kiel reiste als Tabellenfünfter an, die Löwen rangierten unmittelbar dahinter auf Platz sieben. Nach dem starken Unentschieden im Hinspiel wollten die Gelbhemden die Leistung bestätigen – und legten los wie die Feuerwehr.
Mit David Späth im Tor sowie Tim Nothdurft, Haukur Thrastarson, Dani Baijens, Edwin Aspenbäck, Patrick Groetzki und Jannik Kohlbacher in der Startsieben überrollte das Team von Trainer Maik Machulla die „Zebras“ in der Anfangsphase. Nach fünf Minuten stand es 4:0, Kiels Coach Filip Jicha sah sich früh zur Auszeit gezwungen.
Die Löwen überzeugten mit aggressiver Deckung und einem starken Späth zwischen den Pfosten. Nach 15 Minuten hatten die Gäste erst vier Treffer erzielt, während Mannheim bereits achtmal erfolgreich war. Zwar kämpfte sich Kiel zwischenzeitlich auf 9:8 heran, doch die Hausherren behielten die Ruhe und bauten den Vorsprung wieder aus. Auch der Torwartwechsel von Andreas Wolff zu Gonzalo Pérez de Vargas brachte zunächst keine Wende. Mit einer verdienten 15:12-Führung ging es in die Pause.
Neun Minuten ohne Tor – Kiel dreht das Spiel
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Tim Nothdurft (insgesamt 7/1 Treffer) hielt die Löwen zunächst auf Kurs, doch Kiel fand zunehmend besser ins Spiel. Vor allem Pérez de Vargas stabilisierte die Defensive der Gäste, die nun auch im Sieben-gegen-Sechs agierten.
Die entscheidende Phase folgte Mitte der zweiten Halbzeit: Neun Minuten blieben die Löwen ohne eigenen Treffer. Kiel nutzte diese Schwächeperiode eiskalt aus und ging in der 51. Minute erstmals in Führung (23:22).
Sebastian Heymann beendete zwar die Durststrecke mit einem wuchtigen Treffer zum Ausgleich, doch in der Crunchtime entwickelte sich ein nervenaufreibendes Kopf-an-Kopf-Rennen. 56 Sekunden vor Schluss brachte Eric Johansson Kiel in Führung. Nothdurft glich per Siebenmeter noch einmal zum 27:27 aus – doch erneut Johansson traf mit der Schlusssirene und besiegelte die Mannheimer Niederlage.
„Brutal enttäuscht“
„Das ist brutal ärgerlich. Wir haben relativ viel richtig gemacht. In der Mitte der zweiten Halbzeit haben wir den Flow nicht mehr. Da lassen wir den Killerinstinkt vermissen. Wir holen Kiel zurück – das ist aus unserer Sicht unnötig. Am Ende sind wir deshalb brutal enttäuscht“, bilanzierte Löwen-Coach Maik Machulla.
Trotz der Niederlage verabschiedeten die Fans ihre Mannschaft mit langanhaltendem Applaus. Viel Zeit zum Hadern bleibt allerdings nicht: Bereits am Samstag wartet mit GWD Minden die nächste Aufgabe in der Kampa-Halle.
Rhein-Neckar Löwen – THW Kiel 27:28 (15:12)
Zuschauer: 11.248.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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