Von Jugend-Orchester bis Filmcamp: Mannheimer Projekte bundesweit nominiert
- Der Deutsche Engagementpreis zeichnet freiwilliges Engagement in ganz Deutschland aus.
- Foto: Christina Czybik/ Engagementpreis
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Mannheim. Gleich mehrere Projekte aus Mannheim gehören in diesem Jahr zu den Nominierten des Deutschen Engagementpreises 2026. Der Preis gilt als wichtigste Auszeichnung für freiwilliges Engagement in Deutschland.
Bundesweit wurden 626 Projekte und Einzelpersonen vorgeschlagen. Alle Nominierten wurden zuvor bereits mit anderen Preisen ausgezeichnet. Die Gewinner des Deutschen Engagementpreises werden am 26. November in Berlin bekanntgegeben.
Aus Mannheim und der Region stehen unter anderem Projekte aus den Bereichen Film, Integration, digitale Teilhabe und Kultur auf der Liste.
Filmcamps stärken Mädchen hinter der Kamera
Nominiert wurde unter anderem das Mannheimer Projekt „Girls Go Movie“. In den Feriencamps entwickeln Mädchen und junge Frauen eigene Kurzfilme – von der ersten Idee bis zur Produktion.
Besonderen Wert legen die Organisatoren auf geschützte Räume, Teamarbeit und gesellschaftliche Themen. Viele Filme beschäftigen sich mit sozialen Fragen, Medienkritik oder Gleichberechtigung.
Das Projekt existiert bereits seit mehr als 20 Jahren. Einige ehemalige Teilnehmerinnen arbeiten heute selbst erfolgreich in der Filmbranche und kehren als Mentorinnen zurück.
Digitale Teilhabe für Jugendliche mit Behinderungen
Ebenfalls nominiert ist das Projekt „Easy-IT“ des Vereins Duha e. V. aus Mannheim. Die Initiative unterstützte Jugendliche mit Behinderungen dabei, digitale Medien sicher und selbstständig zu nutzen.
Viele Teilnehmer hatten zusätzlich einen Migrationshintergrund oder wenig Unterstützung im familiären Umfeld. In kostenlosen Workshops lernten sie den Umgang mit sozialen Medien, digitalen Anwendungen und Künstlicher Intelligenz.
Die Workshops konnten zuletzt wegen fehlender finanzieller Mittel nicht weitergeführt werden.
Mädchen zeigen ihre Sicht auf die Stadt
Mit dem Projekt „Observe – Jane’s Walks“ ist auch der Verein Social meets Culture aus Mannheim nominiert.
Dabei erkunden Mädchen ihren Stadtteil und beschäftigen sich mit Fragen wie Sicherheit, Wohlfühlorten und Angsträumen im öffentlichen Raum. Die Teilnehmer entwickeln eigene Ideen für Veränderungen und präsentieren ihre Perspektiven bei öffentlichen Stadtteilführungen.
Das Projekt verbindet Demokratiebildung, Beteiligung und Stadtentwicklung.
Junges Orchester organisiert eigene Konzerte
Auch das Aramis Orchester aus Mannheim gehört zu den Nominierten. Mehr als 125 junge Menschen organisieren dort eigenständig Konzerte, Musikfilme und Kulturprojekte.
Das Besondere: Die Jugendlichen übernehmen nicht nur das Musizieren, sondern auch Planung, Organisation und kreative Gestaltung. Ziel ist es, klassische Orchestermusik mit modernen Formaten und gesellschaftlichen Themen zu verbinden.
Interkulturelle Projekte ausgezeichnet
Nominiert wurde außerdem die Alevitische Gemeinde und das Kulturzentrum Rhein-Neckar-Kreis. Die Organisation engagiert sich unter anderem mit Musik-, Sprach- und Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche sowie für interkulturellen Austausch und gesellschaftliche Teilhabe.
Publikum kann online abstimmen
Neben den Jurypreisen wird auch ein Publikumspreis vergeben. Vom 1. bis 29. Oktober können Interessierte online für ihre Favoriten abstimmen.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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