Der Waldhof schnuppert in Rostock an der Überraschung – DFB-Pokalkracher gegen 1. FCK am Freitag!
- Waldhof-Stürmer Julian Ulbricht (Nr. 10) köpft in Rostock zum 0:1 (7.) ein.
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Von Andreas Martin
Fußball. Wenn es in der Dritten Liga um den Meisterschafts- und Aufstiegsfavoriten geht, dann fielen vor Beginn der Saison 2026/2027 die meisten Nennungen auf den FC Hansa Rostock. Nach dem 2:1-Sieg im Eröffnungsspiel gegen Fortuna Düsseldorf musste der SV Waldhof Mannheim schon am zweiten Spieltag im Rostocker Ostseestadion ran und verpasste vor 25.554 Zuschauern die ganz große Überraschung nur knapp. So führte das Team von SVW-Coach Rui Mota schon mit 3:1 ehe den Gastgebern aus Mecklenburg-Vorpommern doch noch zwei Tore zum 3:3 (1:2)-Endstand gelangen. Für den angeschlagenen Thijmen Nijhuis kam dabei Jan Niemann zu seinem Ligaspieldebüt im SVW-Tor. Allerdings war es nicht Niemann, der zunächst im Mittelpunkt stand, sondern sein Rostocker Gegenüber Luca Unbehaun. Der FC-Torwart müsste nämlich schon früh hinter sich greifen, als Julian Ulbricht eine Flanke von Jid Okeke zur Freude der zahlreich mitgereisten Waldhof-Fans zum 0:1 (7.) einköpfte. Danach durfte sich allerdings Niemann auszeichnen, als er eine Doppelchance des Hansa-Spielers Bernie Lennemann mit zwei Paraden zunichtemachte (26.). Der Waldhof zeigte wenig später, wie es besser geht, als Maximilian Thalhammer nach schöner Vorarbeit auf Julian Rieckmann durchsteckte, der die Blau-Schwarzen das 2:0 (29.) bejubeln ließ. Als es fast schon so aussah, als würde das Mota-Team diese Zwei-Tore-Führung mit in die Halbzeitpause nehmen, sollten die Hausherren dann etwas Glück haben. So verlängerte Moritz Polte einen Rostocker Einwurf ungewollt zu Andreas Voglsammer, der sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit dem Rostocker Anschlusstor zum 1:2 (45.+1.) bedankte.
Bierschenk erhöht auf 3:1
Dieses Gegentor kurz vor der Pause hatten die Buwe offensichtlich gut weggesteckt, denn nach Wiederanpfiff brauchte der Waldhof nicht lange den alten Abstand wiederherzustellen. Kushtrim Asallari spielte auf den freistehenden Lovis Bierschenk und der überwand Unbehaun zum Mannheimer 3:1 (50.). Die Kogge beantwortete diesen Gegentreffer allerdings rasch, als der FC Hansa erneut nach einem Einwurf davon profitierte, dass der Waldhof den Ball nicht richtig aus der Gefahrenzone brachte und Bernie Lennemann verkürzte für die Gastgeber auf 2:3 (55.). Voglsammer verpasste mit einem Freistoß auf die Querlatte den Rostocker Ausgleich (60.). In der 71. Minute gab SVW-Neuzugang Joey Müller sein Ligaspieldebüt bei den Blau-Schwarzen, als er für Vincent Thill ins Spiel kam. Eine Ecke von links sollte dem Waldhof zum Verhängnis werden, denn den von Leon Dajaku hereingetretenen Ball köpfte der unbedrängte Florian Carstens zum 3:3 (76.) ins Mannheimer Tor ein. Letztlich entführten die Buwe damit einen Punkt aus dem Ostseestadion und auch der Pokalgegner 1. FC Kaiserslautern reist am Freitag (18 Uhr/Sky) nicht mit einem Sieg zum längst ausverkauften DFB-Pokalkracher ins Mannheimer Carl-Benz-Stadion an. So kam der 1. FC Kaiserslautern im Zweitligaderby gegen den Karlsruher SC vor 49.327 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion nicht über ein torloses 0:0 hinaus. Nach dem Südwestderby im DFB-Pokal geht es in der Dritten Liga für den Waldhof am 30. August (16.30 Uhr) mit dem Spiel beim TSV Havelse weiter. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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