Sechs neue Ehrenamtliche begleiten Familien bei CLARA in Mannheim
- Sechs neue Ehrenamtliche unterstützen künftig den Kinder- und Jugendhospizdienst CLARA in Mannheim.
- Foto: CrazyCloud/stock.adobe.com
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Mannheim. Sechs neue Ehrenamtliche verstärken jetzt den Ökumenischen Kinder- und Jugendhospizdienst CLARA. Nach neun Monaten Qualifizierung begleiten sie künftig Kinder, Jugendliche und Familien in schweren Zeiten.
Die feierliche Beauftragung fand im Ökumenischen Bildungszentrum sanctclara statt. Wie die Diakonie Mannheim mitteilt, stehen die neuen Begleiterinnen und Begleiter Familien bei Krankheit, im Sterben und in der Trauer zur Seite.
Hansjörg Tenbaum, stellvertretender Direktor der Diakonie Mannheim, begrüßte die neuen Ehrenamtlichen mit den Worten: „Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.“ Er dankte ihnen für ihre Bereitschaft, Menschen in einer schweren und unvermeidbaren Situation beizustehen. Auch Schuldekan Andreas Weisbrod würdigte das Engagement und sagte: „Sie machen sich auf den Weg, wo Trost schwer zu finden ist.“
Neun Monate Vorbereitung für den Einsatz
CLARA-Leiterin Josefine Lammer betonte bei der Beauftragung: „Hospizarbeit ist Beziehungsarbeit.“ Die persönliche Nähe zu den Familien sei ein zentraler Teil der Aufgabe. Den neuen Ehrenamtlichen gab sie mit auf den Weg: „Treten Sie in Beziehung. Seien Sie mutig und gehen Sie mit offenen Herzen“.
Vor dem Start absolvierten die sechs Ehrenamtlichen eine intensive Vorbereitung. In sechs Vorbereitungswochenenden beschäftigten sie sich unter anderem mit Abschied, Sterben und Tod, Trauer, Selbstreflexion, Wahrnehmung und Kommunikation, Ritualen und Spiritualität.
Dazu kamen Vortragsabende mit externen Referentinnen und Referenten. In einem 20-stündigen Praktikum erprobten die Teilnehmenden ihre Kenntnisse bereits in der Praxis.
Eine der neuen Ehrenamtlichen ist ausgebildete Kinderkrankenschwester. Sie möchte dazu beitragen, dass offener über Tod und Trauer gesprochen wird und Rituale des Abschieds ihren Platz bekommen.
Eine andere Ehrenamtliche ist Juristin und begleitet bereits einen Jungen, der seine Mutter verloren hat. Gemeinsam unternehmen sie Ausflüge und verbringen Zeit miteinander. Über ihre Aufgabe sagt sie: „Ich bin einfach da und höre zu“.
Unterstützung auch nach der Beauftragung
Mit der offiziellen Beauftragung beginnt jetzt die praktische Tätigkeit bei CLARA. Die Ehrenamtlichen bleiben dabei eng an das hauptamtliche Team angebunden und erhalten weiter fachliche Unterstützung, Supervision und Fortbildungen.
Josefine Lammer dankte außerdem den Kooperationspartnern der Qualifizierung. Dazu zählen die Kinderklinik des Universitätsklinikum Mannheim, die Schlossschule Ilvesheim, das Kinderpalliativteam Rhein-Neckar und weitere Einrichtungen.
CLARA wird von der Diakonie Mannheim getragen und begleitet Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Zeiten von Krankheit, Sterben, Tod und Trauer. Weitere Informationen gibt es unter https://www.kinderhospizdienst-mannheim.de/, telefonisch unter 28000-351 und per E-Mail an oek.kinderhospizdienst.mannheim@diakonie.ekiba.de.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |