Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim: Mannheim fordert Planung bis zum Hauptbahnhof
- Im Schienenknoten Rhein-Neckar treffen viele Verbindungen zusammen. Genau dort sehen Stadt und Verbände den Engpass, der bei der Neubaustrecke mitgeplant werden soll.
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Mannheim. Die geplante Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim soll aus Sicht der Stadt Mannheim und regionaler Verbände nicht am Stadtrand enden. Vor der Beratung im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages am Mittwoch, 23. September, haben Verkehrsverbund Rhein-Neckar, Verband Region Rhein-Neckar und die Stadt Mannheim Abgeordnete aus der Region sowie Mitglieder des Verkehrs- und Finanzausschusses angeschrieben.
Die drei Partner wollen erreichen, dass die Planung von Anfang an den gesamten Schienenknoten Rhein-Neckar berücksichtigt. Sie begründen das damit, dass sonst zusätzliche Verkehre aus der Neubaustrecke auf bereits heute stark belastete Bestandsstrecken im Mannheimer Stadtgebiet treffen.
Warum Waldhof als Endpunkt zum Problem werden könnte
Der aktuelle Planungskorridor für die Neubaustrecke endet am nördlichen Stadtrand Mannheims im Stadtteil Waldhof. Wie Züge danach weiterfahren, soll erst im separaten Projekt Mannheim–Karlsruhe festgelegt werden. Dieses Projekt befindet sich laut den Beteiligten noch in einem sehr frühen Planungsstadium. Bis die nächste wichtige Planungsphase abgeschlossen ist, sollen nach aktuellem Stand noch etwa vier bis fünf Jahre vergehen.
Christian Specht, Vorsitzender des Zweckverbands Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN), Vorsitzender des Verbands Region Rhein-Neckar und Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, sagt: „Die Neubaustrecke darf nicht dort enden, wo der eigentliche Engpass beginnt. Wenn wir zusätzliche Züge nach Mannheim führen, müssen diese ihr Ziel auch zuverlässig und pünktlich erreichen können. Deshalb muss die Planung frühzeitig den gesamten Schienenknoten Rhein-Neckar und die Anbindung an das regionale Schienennetz berücksichtigen“.
VRN, VRRN und die Stadt Mannheim fordern deshalb, den Projektumfang der Neubaustrecke über den heutigen Planungsendpunkt hinaus mindestens bis Mannheim Hauptbahnhof zu erweitern. Im Idealfall soll die Planung bis zur Einfädelung in den Pfingstbergtunnel und zum Rangierbahnhof reichen. Dazu sollen notwendige Verbindungen zwischen Neu- und Bestandsstrecken im Raum Mannheim-Waldhof bereits jetzt mitgeplant werden.
Um laufende Planungen nicht zu verzögern und zugleich eine Lücke im Schienenknoten Rhein-Neckar zu schließen, schlagen die drei Partner einen zusätzlichen Planfeststellungsabschnitt im bestehenden Projekt vor.
Weitere Informationen gibt es unter https://www.vrn.de/verbund/planung/knoten/index.html. Einen Informationsfilm verlinkt der VRN unter https://youtu.be/R8WiRy17NXU.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |