Musik gegen das Vergessen: Gesprächskonzert mit Mannheimer Philharmonikern
- Musik gegen das Vergessen: Gesprächskonzert mit Mannheimer Philharmonikern / Symbolbild
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Mannheim. Kunst ist als identitätsstiftendes Moment ein zentraler Bestandteil jeder Kultur. Im Angesicht der akuten Bedrohung durch Verfolgung und Vernichtung wurde sie während der nationalsozialistischen Verfolgung zu einem Ausdruck von Selbstbehauptung und Widerstand für jüdische Künstler*innen. Das Gesprächskonzert unter dem Motto „Musik gegen das Vergessen" ist Werken gewidmet, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Holocaust stehen. Ein Podiumsgespräch zwischen den musikalischen Darbietungen beleuchtet die historischen Kontexte und reflektiert ihre Bedeutung für unsere Gegenwart.
Bei der zweiten Veranstaltung der Reihe „Musik gegen das Vergessen" stehen Werke von Gertrud Schweizer (1894-1942) und Gideon Klein (1919-1945) auf dem Programm. Die gebürtige Mannheimerin und der tschechisch-jüdische Komponist starben in Auschwitz. Die Aufführung durch Mitglieder der Mannheimer Philharmoniker bildet den Ausgangspunkt für ein Podiumsgespräch über die biografischen Hintergründe der Werke, über Kunst als Mittel der Selbstbehauptung und ihre Bedeutung für die Erinnerungskultur sowie über jüdische Lebenswege und Schicksale im Umfeld der Universität Mannheim.
Es diskutieren die Historikerin Andrea Löw, Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München und Honorarprofessorin an der Universität Mannheim, die Historikerin Angela Borgstedt, Geschäftsführerin der Forschungsstelle „Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten“, der Historiker Christian Groh, Leiter der Abteilung Ausstellungen am MARCHIVUM, und der Musikwissenschaftler Gerrit Bogdahn.
Begrüßung:
Prof. Dr. Cornelia Ruhe, Prorektorin für Lehre, Universität Mannheim
Prof. Dr. Philipp Gassert, Lehrstuhl für Zeitgeschichte, Universität Mannheim
Podiumsgespräch:
Prof. Dr. Andrea Löw, Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München und Honorarprofessorin an der Universität Mannheim
Prof. Dr. Angela Borgstedt, Geschäftsführerin der Forschungsstelle „Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten“
Dr. Christian Groh, Leiter der Abteilung Ausstellungen am MARCHIVUM
Moderation: Gerrit Bogdahn, Musikwissenschaftler
Das Gesprächskonzert am Mittwoch, 4. März, beginnt um 17.15 Uhr, in der Aula der Universität Mannheim (Schloss Ost). Der Eintritt ist frei, im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Historischen Instituts der Universität Mannheim, der Mannheimer Philharmoniker, und des MARCHIVUM. Um Anmeldung wird gebeten unter: www.eventbrite.de/e/musik-gegen-das-vergessen-tickets-1981719229562.red
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
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