Mannheim startet Aktionswochen gegen Gewalt an Frauen
- Rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen gibt es in der Stadt Vorträge, Lesungen, Diskussionen und weitere Aktionen.
- Foto: Stadt Mannheim
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Mannheim. Ab Mitte Oktober rückt Mannheim ein Thema in den Mittelpunkt, das oft im Verborgenen bleibt. Rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November gibt es in der Stadt Vorträge, Lesungen, Diskussionen und weitere Aktionen, die aufklären und Wege zu Hilfe zeigen.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim organisiert das Programm MannHeim als FrauenOrt gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partnern. Wie die Stadt Mannheim mitteilt, informieren die Veranstaltungen über unterschiedliche Formen von sexualisierter Gewalt und Gewalt an Frauen und machen Unterstützungsangebote sichtbar.
Zahra Deilami, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim, sagt: „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein Thema, das Frauen allein betrifft. Es braucht die Verantwortung der gesamten Gesellschaft – und dabei insbesondere auch Männer und Jungen, die sich mit frauenfeindlichen Rollenbildern, geschlechtsspezifischer Macht und sexualisierter Gewalt kritisch auseinandersetzen und sich aktiv dagegen einsetzen“. „Mit den Aktionswochen wollen wir sensibilisieren, zum Austausch anregen und zeigen, wo Betroffene Unterstützung und Hilfe finden.“
Lesung, Plakataktion und Vortrag in Mannheim
Das Programm bündelt Angebote vieler Akteurinnen und Akteure aus der Stadtgesellschaft. Geplant sind Fachvorträge, Diskussionen, Lesungen, Filmvorführungen sowie Beratungs- und Mitmachangebote.
Ein Beispiel ist ein Abend zur sogenannten Loverboy-Methode am Dienstag, 20. Oktober. Journalistin und Buchautorin Barbara Schmid zeigt bei einer Lesung mit Gespräch, wie Zuhälter junge Menschen, vor allem Mädchen, emotional abhängig machen und in die Prostitution locken. Das Angebot richtet sich besonders an Eltern, Lehrkräfte und Fachkräfte aus Schulen und Jugendeinrichtungen.
Mit der Plakatkampagne #dontkittyme machen Mädchen auf sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum aufmerksam. In Workshops an Mannheimer Schulen entwickeln Schülerinnen eigene Sprüche und Botschaften gegen Catcalling. Vom 1. bis 28. November hängen die Plakate in Straßenbahnen und Bussen der rnv. Die Aktion eröffnen die Mädchenbeauftragte der Stadt Mannheim und Starkmacher e.V. am Freitag, 6. November, ab 18 Uhr im Theater Oliv, Am Meßplatz 7.
Um Männlichkeitsbilder im Internet geht es am Mittwoch, 11. November, ab 18.30 Uhr an der Universität Mannheim. Autor Fikri Anıl Altıntaş spricht dort über Kritische Männlichkeit im digitalen Zeitalter – Zwischen Manosphere und Selbstreflexion.
Auch im Stadtbild setzt Mannheim ein Zeichen. Vom 23. bis 27. November hisst die Stadt am Stadthaus N 1, am Rathaus E 5 sowie rund um den Wasserturm Fahnen von TERRE DES FEMMES und UN Women.
Das vollständige Programm steht unter https://www.mannheim.de/mann-heim-als-frauen-ort. Hilfe und Beratung bietet das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter 116 016. Weitere Unterstützungsangebote finden Betroffene unter https://www.mannheim.de/hilfen-bei-gewalt-an-frauen.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |