Kuppel für trauernde Familien: Mannheimer Kindergräberfeld wird neu gestaltet
- CLARA sammelt Spenden für die Neugestaltung des Kindergräberfeldes auf dem Mannheimer Hauptfriedhof. Geplant ist unter anderem eine Kuppel als geschützter Trauerraum.
- Foto: DW/Lammer
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Mannheim. Auf dem Mannheimer Hauptfriedhof soll das Kindergräberfeld grundlegend neu gestaltet werden. Der von der Diakonie getragene Ökumenische Kinder- und Jugendhospizdienst CLARA startet dafür eine Spendenkampagne. Spenden sind ab sofort möglich.
CLARA will das Projekt gemeinsam mit den Friedhöfen Mannheim und Vision Domes umsetzen. Geplant ist ein geschützter Ort, der Trauer, Erinnerung und Begegnung ermöglicht. Im Zentrum steht eine geodätische Kuppel, ein sogenannter Vision Dome.
Geplant ist eine Kuppel als geschützter Trauerraum
Die Kuppel soll Familien einen Raum bieten, in dem sie unabhängig von Wetter und Jahreszeit trauern, erinnern und Kraft schöpfen können. Ergänzend planen die Beteiligten eine kindgerechte, einladende Gestaltung mit Sitzgelegenheiten und Orten der Begegnung.
Josefine Lammer, CLARA-Leiterin, sagt: „Als ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst begleiten wir Familien oft über viele Jahre – von der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung bis weit über den Tod eines Kindes hinaus“, sagt Josefine Lammer, CLARA-Leiterin. „Immer wieder erleben wir, wie wichtig ein Ort ist, an dem Eltern und Geschwister ihrem Kind nahe sein können. Das bestehende Kindergräberfeld erfüllt diese Bedürfnisse nur eingeschränkt. Mit der Neugestaltung möchten wir einen Ort schaffen, der Trost spendet, Geborgenheit vermittelt und zeigt: „Diese Kinder und ihre Familien gehören zu unserer Mitte.“
Andreas Adam, Betriebsleiter der Friedhöfe Mannheim, erklärt: „Friedhöfe sind Orte des Erinnerns und der Begegnung. Gerade das Kindergräberfeld hat eine besondere Bedeutung für Familien, die einen unvorstellbaren Verlust erlebt haben. Gemeinsam möchten wir einen würdevollen Raum schaffen, der Trauer sichtbar macht und Angehörigen einen geschützten Ort bietet“.
Philipp Jungk, CEO und Co-Founder von Vision Domes, sagt: „Architektur kann Trauer nicht nehmen. Sie kann aber Räume schaffen, in denen Menschen sich sicher fühlen,
innehalten und miteinander ins Gespräch kommen können. Genau das möchten wir mit dem Vision Dome ermöglichen“.
Wie CLARA mitteilt, will das Projekt auch ein gesellschaftliches Zeichen setzen. Ein liebevoll gestaltetes Kindergräberfeld soll dazu beitragen, Trauer sichtbarer zu machen und betroffenen Familien zu zeigen, dass sie mit ihrem Verlust nicht allein sind.
Wer spenden möchte, kann das über den Kampagnen-Link tun: twn.gl/claras-kuppel.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |