Caritas-Tagesstätte: Ausstellung über Wohnungslose im Nationalsozialismus
- Ausstellung mit Vorträgen /Symbolbild
- Foto: smolaw11/stock.adobe.com
- hochgeladen von Jessica Bader
Mannheim. In der Caritas-Tagesstätte für Wohnungslose ist von Montag, 9. bis Freitag, 13. März, die Ausstellung „Wohnungslose im Nationalsozialismus“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe zu sehen. Die Schau erinnert an die Verfolgung wohnungsloser Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus und beleuchtet die Rolle und Verantwortung der damaligen Wandererfürsorge.
Bis heute bleibt die genaue Zahl der in Konzentrationslagern internierten Bettler und Landstreicher, ab 1938 auch als "Nichtseßhafte" bezeichnet, ungeklärt. Experten schätzen, dass insgesamt etwa 70.000 Menschen aufgrund der Stigmatisierung als "asozial" und "Berufsverbrecher" deportiert und ermordet wurden.
Die Ausstellung kann von Montag bis Freitag von 17 bis 20.30 Uhr, kostenlos in der Tagesstätte für Wohnungslose, D6, 7, besichtigt werden. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm mit Vorträgen.
Die Ausstellung wird am Montag, 9. März, 16.30 Uhr, von Regina Hertlein, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands Mannheim, eröffnet. Es folgt um 18 Uhr, der Vortrag „Verleugnete des Nationalsozialismus“ von Laura López Mras, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. Am Mittwoch, 11. März, 18 Uhr, spricht Dr. Lea Oberländer von der Universität Mannheim über „Euthanasie in Mannheim“. Am Donnerstag, 12. März, 18 Uhr, halten Mitglieder des Vereins „Arbeitskreis Justiz und Geschichte des Nationalsozialismus in Mannheim“ einen Vortrag zur „Verfolgung von Asozialen in Mannheim“.red
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.