ADAC-Test: Große Hürden bei barrierefreien Haltestellen
- Beim Aktionstag Inklusion kommen Menschen in der Innenstadt zusammen und ziehen anschließend gemeinsam zum Stadtpark
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Barrierefreiheit. Der ADAC hat nahezu 150 Bus- und Tramhaltestellen in zehn deutschen Städten, darunter auch Mannheim und Mainz, geprüft und dabei große Probleme für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Sehbehinderte festgestellt.
Besonders schwierig bleibt laut ADAC der Einstieg in Busse und Straßenbahnen. Empfohlen wird ein Abstand von maximal fünf Zentimetern zwischen Fahrzeug und Bordstein. Doch nur gut 20 Prozent der getesteten Straßenbahnen hielten diese Vorgabe ein. Bei Bussen schafften das sogar nur drei Prozent der Anfahrten. Sitzgelegenheiten gab es zwar an 92 Prozent der Haltepunkte, Armlehnen zum leichteren Aufstehen jedoch nur an elf Prozent.
- Der ADAC kritisiert vor allem hohe Einstiegshuerden und fehlende Orientierungshilfen an Bus und Tramhaltestellen.
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Auch für blinde und sehbehinderte Menschen zeigt der Test deutliche Lücken. Nur 58 Prozent der Haltepunkte verfügten über sogenannte Auffindestreifen am Boden, die den Weg zur Haltestelle markieren. Besonders kritisch bewertet der ADAC fehlende Bodenindikatoren an Radwegen im Zugangsbereich. Nur 16 Prozent der untersuchten Stellen boten dort ausreichend Schutz. Positiv fiel dagegen auf, dass an 93 Prozent der Haltestellen Leitstreifen entlang der Bordsteinkante vorhanden waren.
Der ADAC fordert schnellere Investitionen in barrierefreie Haltestellen und regelmäßige Schulungen für Fahrerinnen und Fahrer. Denn oft entscheidet das präzise Anfahren der Haltestelle darüber, ob Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen selbstständig einsteigen können. Getestet wurden Haltepunkte in Augsburg, Bielefeld, Braunschweig, Chemnitz, Erfurt, Kassel, Magdeburg, Mainz, Mannheim und Rostock.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |