24 neue Notinseln in Mannheim: Hier finden Kinder jetzt Hilfe
- In Mannheim gibt es jetzt 24 neue Notinseln des Caritasverbands für Kinder und Jugendliche in Notsituationen.
- Foto: Koch
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Mannheim. Wenn Kinder unterwegs Hilfe brauchen, gibt es in Mannheim jetzt mehr feste Anlaufstellen. Der Caritasverband hat 24 Einrichtungen als offizielle Notinseln ausgewiesen, in denen Kinder und Jugendliche in Notsituationen Unterstützung bekommen.
Die Standorte liegen über das ganze Stadtgebiet verteilt. Dazu gehören nach Angaben des Caritasverbands Mannheim unter anderem das Haus der Caritas in der Innenstadt, das Kinderheim St. Anton, die Bahnhofsmission, mehrere Pflegeheime, Quartierbüros, der Fairkauf und die Fairkauf Boutique. Ein Aufkleber im Fenster und ein Eintrag auf der Notinsel-Webseite zeigen die Anlaufstellen an.
Die Initiative kam aus dem Quartierbüro Schönau. Dort suchte und fand ein Projekt gemeinsam mit dem Verein Sicherheit in Mannheim neue Notinseln auf der Schönau und machte sie mit Kärtchen und Flyern an Schulen bekannt.
Was die Notinseln leisten
Notinseln helfen laut dem Caritasverband bei Bedrohung, Verletzungen und auch bei kleineren Alltagsproblemen. Die Teams hören zu, trösten, kleben ein Pflaster auf oder rufen die Eltern an.
In prekären Situationen kontaktieren die Mitarbeitenden auch die Polizei, den Rettungsdienst, das Jugendamt oder andere spezialisierte Anlaufstellen. In allen Notinseln liegt dafür eine Handlungsanweisung an einem zentralen Ort aus.
Volker Hemmerich, Vorstand des Caritasverbands Mannheim, sagt: „Als Caritas ist es für uns selbstverständlich, dass wir Kindern und Jugendlichen zur Seite stehen. Deshalb sind wir gerne Partner des Notinsel-Projekts geworden und haben 24 Standorte ausgewählt, die besonders gut geeignet sind. Dazu gehören alle unsere Mannheimer Pflegeheime, die den Vorteil haben, dass dort rund um die Uhr Mitarbeitende vor Ort sind“.
Bürgermeister Dr. Volker Proffen, Vorsitzender des Vereins Sicherheit in Mannheim, sagt: „Die Mannheimer Notinseln leisten einen tollen Beitrag, die tatsächliche und gefühlte Sicherheit von Kindern zu verbessern. Nicht zuletzt rückt damit auch der Kinderschutz wieder ins Bewusstsein“. Weiter sagt er: „Ich würde mich freuen, wenn wir noch viele weitere Notinseln in Mannheim eröffnen könnten.“
Das Notinsel-Projekt startete am 2002 mit der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel. Bundesweit gibt es aktuell rund 17.000 Notinseln. Alle Standorte finden Interessierte unter www.notinsel.de über die Postleitzahl oder den eigenen Standort.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |