(Wieder)Eröffnung an 2. Maiwochenende
Community Art Center öffnet die Türen
- Die neue Leiterin Tanja Krone vor dem Community Art Center, das vom 7.-9.5. (Wieder)Eröffnung feiert.
- Foto: Foto: Community Art Center
- hochgeladen von Nathalie Leuerer
Zum Jahreswechsel 2026 hat die Regisseurin, Performance-Künstlerin und Musikerin Tanja Krone die Leitung des Community Art Center übernommen. Bis in den Herbst setzen sich eingeladene Künstler*innen mit dem Thema Müll auseinander. Besucher*innen sind zu Austausch und Mitgestaltung eingeladen. Vom 07. bis 09.05.2025 findet die (Wieder)Eröffnung des Hauses als „alternative Abfall-Wirtschaft“ statt.
Am zweiten Mai-Wochenende lädt das Team des Community Art Center zu einer dreitägigen (Wieder)Eröffnung des Hauses ein. „Ist das MÜLL oder kann das weg?“ Mit dieser Fragestellung widmet sich das Community Art Center künstlerischen und sozialen Strategien rund um Abfall - einem Thema, das den Stadtteil prägt und darüber hinaus vielfach Relevanz für gemeinschaftliches Zusammenleben hat. Was erzählt unser Umgang mit Müll über uns als Gesellschaft? Wie können Sperrmüll und vermeintliche Abfälle ein Gespräch anregen? Und was hat das eigentlich mit Kunst zu tun?
Der Grundstein wird am Donnerstag, den 07.05.2026 ab 18:00 Uhr gelegt: Mit der Eröffnung der alternativen Abfall-Wirtschaft - einem Raum im Sinne einer Eckkneipe, der zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren, aber auch zum kollektiven Werkeln, Recyclen und Bauen einlädt. Bürgermeister Thorsten Riehle spricht, das Team gibt einen kurzen Einblick in das neue Konzept, das das Innen und das Außen verbindet, den Osten mit dem Westen und das Lokale mit dem Bundesweiten. Die Thüringer Künstlerin anna stiede, die im Februar als erste Residenzkünstlerin im CAC zu Gast war und die Neue Mannheimer Schule, die sich wöchentlich zum gemeinsamen Cartoonzeichnen trifft, stellen sich vor. Am CAC_Kiosk des Chemnitzer Künstlers Kim Brian Dudek wird der mitgebrachte Müll registriert – und dann wird gebaut. Denn die Wirtschaft entsteht erst noch und bleibt dann in ständiger Transformation. Ein Gemeinschafts(kunst)werk, das auf die Mitgestaltung aller baut - und aus nichts anderem gemacht ist als abgegebenem Sperrmüll. Live-Musik gibt es von der Chemnitzer Musikerin Jens Ausderwäsche, die einigen bereits aus der Band Baumarkt bekannt ist.
Der Donnerstag ist auch der erste Einsatztag des neuen, mobilen CAC_Kiosk, an dem Müll registriert und für den Bau der Abfall-Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden kann. Gesucht werden vor allem alte Holzteile und Elektroschrott zum Verbauen, nichts, was zu altem oder neuem Leben erwachen kann. Auch nach Abschluss des Müll-Projekts wird der CAC_Kiosk als Ort der Partizipation bestehen bleiben und regelmäßig im Stadtteil unterwegs sein.
Am Freitag, den 08.05.2026 findet ab 16:00 Uhr das Richtfest statt. Während im Community Art Center weiter an der alternativen Abfall-Wirtschaft gebaut wird, begibt sich die gemeinnützige Umweltorganisation Surfrider Baden-Pfalz für ein Clean-Up an den Neckar. An eigenen Baustellen können sich Kinder mit der Frage beschäftigen, was alternativ mit Müll geschehen kann. Dazu wird sortiert, gebaut und gemalt. Um 17:00 Uhr gibt der Historiker und Autor des Buchs „Müll: Eine schmutzige Geschichte der Menschheit“, Roman Köster, einen Impuls für die Tischgespräche. An Themen-Tischen sprechen neben dem Autor unter anderem Aktivist*innengruppen, Mitarbeiter*innen der Abfallwirtschaft Mannheim und „normale“ Menschen mit den Besucher*innen über ihr Verhältnis zu Müll. Es werden noch Interessierte gesucht, die am Tisch der „normalen“ Menschen ein Gespräch übernehmen möchten. (Anmeldung unter info@cac-mannheim.de). Ab 20:00 Uhr wird die (Wieder)Eröffnung bei Musik und DJ-Set von Isabel del Valle gefeiert.
Am Samstag, den 09.05.2026 ab 11:00 Uhr ist die Nachbarschaft zum Frühschoppen mit einer Lesung aus dem Kaffeesatz des gegenüberliegenden Cafés Bunya eingeladen. Während weiter gemeinsam an der alternativen Abfall-Wirtschaft gebaut wird, werden Fragen zu ihrer Zukunft gestellt und diskutiert: Was soll hier zukünftig passieren? Wer will den Raum bespielen und wie? Denn für die neue künstlerische Leiterin Tanja Krone und ihr Team ist das Community Art Center Raum für lebendige Gemeinschaft und aktiven (künstlerischen) Austausch. Dabei versteht Krone „die Räumlichkeiten als Ausgangspunkt und die Hausmauer als eine dünne Linie zwischen innen und außen, die überschritten, durchbrochen und von beiden Seiten bespielt werden darf.“
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Einen genaueren zeitlichen Ablauf mit einzelnen Aktionen finden Interessierte auf der Website und den Social-Media-Kanälen des Community Art Center.
Autor:Nathalie Leuerer aus Mannheim |
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