Urteil nach Kiosk-Schüssen in Mannheim: Elf Jahre Haft

Im Verfahren nach Schüssen auf einen Kioskbesitzer in Mannheim hat das Gericht sein Urteil verkündet. (Archivbild) | Foto: Stefanie Järkel/dpa
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Mannheim. Nach den Schüssen auf einen Kioskbetreiber ist ein 27 Jahre alter Mann zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Mannheim verhängte elf Jahre Gefängnis wegen versuchten Mordes.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Angeklagte im Auftrag einer bislang unbekannten Person gehandelt. Ziel sei gewesen, den damals 39 Jahre alten Betreiber zu töten. Das Opfer wurde bei der Tat lebensgefährlich verletzt und musste notoperiert werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Schüsse kurz nach Neueröffnung des Kiosks

Laut Gericht betrat der Mann am Abend des 4. Oktober den an diesem Tag neu eröffneten Kiosk. Dann habe er „vollkommen überraschend“ auf den Betreiber geschossen. Der Mann wurde im Brustbereich getroffen und sackte zusammen. Der Täter ging laut Urteil davon aus, dass sein Opfer tot sei und floh.

Der Betreiber überlebte schwer verletzt. Zu Beginn des Prozesses sagte er aus, hinter dem Anschlag könnte ein geschäftlicher Konkurrent aus der Türkei stehen.

Täter reiste aus Berlin an

Die Ermittler kamen dem Angeklagten durch mehrere Hinweise auf die Spur. Eine Rolle spielten unter anderem Zeugenaussagen, Videoaufnahmen, DNA Spuren sowie die Ortung seines Handys. Auch ein auffälliges Tattoo einer Kalaschnikow am Hals half bei der Identifizierung.

Mehr als eine Woche nach der Tat wurde der damals 26 Jahre alte Mann in Berlin festgenommen. Nach Angaben des Gerichts war er eigens für die Tat nach Mannheim gereist. Täter und Opfer kannten sich demnach nicht.

Der Angeklagte hatte erklärt, er habe den Betreiber nur verletzen wollen. Das Gericht wertete diese Darstellung jedoch als Schutzbehauptung. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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