Messerangriff in Mannheim: Verdächtiger nach Lungenstich in Haft
- Die Polizei konnte den mutmaßlichen Angreifer identifizieren und festnehmen. (Symbolbild)
- Foto: Soeren Stache/dpa
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Mannheim. Ein brutaler Messerangriff hat in Mannheim zu lebensgefährlichen Verletzungen eines 31 Jahre alten Mannes geführt. Ein 26 Jahre alter Tatverdächtiger sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Mannheim erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann mindestens viermal auf sein Opfer eingestochen haben. Die Stiche trafen unter anderem den Bereich des linken Schulterblatts und des unteren Rückens. Die Klinge verletzte auch die Lunge. Der 31 Jährige erlitt bis zu zehn Zentimeter tiefe Stichwunden und verlor viel Blut. Die Verletzungen galten als lebensgefährlich. Der Mann musste in einem nahegelegenen Krankenhaus notoperiert werden.
Streit eskalierte am Skulpturenplatz
Bereits Anfang Mai war es laut Ermittlern zu einem ersten Streit gekommen. Der Verdächtige soll zusammen mit einem bislang unbekannten Begleiter auf den 31 Jährigen eingeschlagen haben. Dabei sollen ein Stock und eine Bierflasche benutzt worden sein. Ein Zeuge ging dazwischen und trennte die Beteiligten. Wenige Stunden später kehrten der 31 Jährige und der Zeuge zum Mannheimer Skulpturenplatz zurück. Dort trafen sie erneut auf die beiden Männer.
Zeuge wehrte Angriff mit Gürtel ab
Der 26 Jährige soll daraufhin mit einem Messer auf die beiden zugelaufen sein. Der Zeuge versuchte den Angreifer mit einem Gürtel auf Abstand zu halten und weitere Attacken zu verhindern. Dennoch kam es zu den Messerstichen. Erst als der Zeuge den Verletzten wegzog, endete der Angriff.
Nach intensiven Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 26 Jährigen. Polizeibeamte nahmen ihn am Dienstag, 19. Mai, fest. Ein Haftrichter setzte den Haftbefehl in Vollzug. Der Mann kam in eine Justizvollzugsanstalt. Worum es bei dem ursprünglichen Streit ging, ist bislang unklar. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |