Weltmeisterin Aurelia de Maio tanzt in Mannheim gegen Faschismus
- In der Emmauskirche auf der Schönau zeigt die Mannheimer Weltmeisterin Aurelia de Maio am Samstag, 19. September, das Tanzstück Balilla.
- Foto: Andrea Kreisel (dv)
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Mannheim. In der Emmauskirche auf der Schönau steht am Samstag, 19. September, ein besonderes Tanzstück auf dem Programm. Ab 19 Uhr tanzt die Mannheimer Hip-Hop- und Popping-Weltmeisterin Aurelia de Maio gemeinsam mit Tiziano Damigella in Balilla über die Folgen faschistischer Erziehung für einen Vater und seine Tochter.
Wie das Team der Emmauskirche mitteilt, verbindet das urbane Tanztheaterstück Geschichte mit Gegenwart und Zukunft. Im Mittelpunkt steht die 1926 im faschistischen Italien gegründete Jugendorganisation Opera Nazionale Balilla und die Frage, wie sie das Leben der beiden Figuren verändert.
Der Mannheimer Choreograph und zweifache Streetdance-Weltmeister David Kwiek inszeniert das Stück mit Videoprojektion. De Maio tanzt die Tochter, Damigella den Vater. Zunächst zeigt das Stück ein vergnügtes Picknick mit Witz und Slapstick. Danach kippt die Situation zusammen mit der gesellschaftlichen Entwicklung.
Zwischen Hip-Hop und politischer Botschaft
Laut der Dramaturgin Christina Liakopoulou entwickelt sich die anfangs utopische Idylle zum faschistischen Albtraum. Das Stück stellt laut Ankündigung die Frage, woher Bilder von Stärke und Disziplin kommen, und greift die Verbindung von Drill und Selbstoptimierung, Gehorsam und Konkurrenz auf.
Diakonin Maria Brekle vom Team an der Emmauskirche sagt: „Wir sind sehr beeindruckt davon, dass sich Aurelia de Maio an die Spitze der Welt getanzt hat“. „Und wir sind gespannt darauf, wie sie gemeinsam mit dem Team tanzend so wichtige und aktuelle gesellschaftliche Aspekte thematisieren wird. Als Kirche hier im Stadtteil Schönau freuen wir uns sehr auf Weltmeisterin.“
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |