Spannende Vielfalt - 71. Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg

Szene aus dem Film „When The Waves Are Gone“.  Foto: Films Boutique
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Mannheim. Mehr als 60 Filme aus mehr als 40 Ländern – das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg (IFFMH) präsentiert sich auch bei seiner 71. Ausgabe in gewohnter Vielfalt. Das Festival beginnt am 17. November.

Ausschließlich Erst- und Zweitwerke sind im Internationalen Wettbewerb „On the Rise“ zu sehen. In diesem Jahr sind genau 50 Prozent der Filme Debüts, informiert Festivalleiter Sascha Keilholz. Nahezu die Hälfte der Filme im Wettbewerb stamme von Frauen. Geografisch decke die Bandbreite alle bewohnten Kontinente ab und reiche von Costa Rica über Tunesien und den Sudan bis nach Südkorea und Australien. Alle Filme im Wettbewerb des IFFMH sind Deutschlandpremieren.
Zum Programmschluss konnte die Reihe herausragender Wettbewerbsfilme internationaler Regietalente durch folgende Werke vervollständigt werden: Den portugiesischen Beitrag „Wolf and Dog“, ein gleichermaßen emotionsgeladenes wie bildgewaltiges Debüt. Regisseurin, Kamerafrau und Fotografin Cláudia Varejão erzählt darin von einer Azoreninsel, die zum Gefängnis für ihre queeren Bewohner*innen zu werden droht. Mühelos verschränkt sie dabei dokumentarische und fiktionale Elemente zu einem leidenschaftlichen Liebesfilm.
„A Tale of Shemroon“ des iranischen Regietalents Emad Aleebrahim Dehkordi handelt von einer Liebe ganz anderer Art. Es geht um ein ebenso gegensätzliches wie innig verbundenes Brüderpaar. Zugleich wirft der Film einen im iranischen Kino seltenen Blick auf die von Exzessen und Drogen geprägte Welt neureicher junger Erwachsener im Norden Teherans. Mit großer Virtuosität und Finesse steigert Regisseur Dehkordi allmählich die Spannung. Nach und nach zieht sich um den Hals eines der Brüder eine Schlinge aus Abhängigkeiten, familiären Konflikten und lange angestauten Aggressionen.
Die Sektion „Pushin the boundaries“ ergänzt den Wettbewerb durch innovative Werke bereits etablierter Regisseur*innen, darunter auch in diesem Jahr eine ganze Reihe spannender Deutschlandpremieren. Diese Sektion hat dabei immer auch eine Offenheit für die Vielfalt der filmischen Genres: Ein besonders intensiver Politthriller ist etwa „Blanquita“ des chilenischen Regisseurs Fernando Guzzoni: Als Blanca zur Kronzeugin in einem landesweiten Skandal wird, klagt sie das politische System und seine handelnden Personen auf eine noch nie da gewesene Art und Weise an. Angelehnt an eine reale Begebenheit und mit Assoziationen an den Fall Jeffrey Epstein reflektiert „Blanquita“ über Schuld und Wahrheit jenseits des Gerichtssaals.
Ein weiterer Film dieser Sektion ist eine Wiederbegegnung mit Walter Hill, dem Altmeister des Westerns. Mit „Dead for a Dollar“ gelingt der amerikanischen Regielegende eine ebenso souveräne wie zeitgemäße Neuverortung des Genres. Es ist eine Hommage an das klassische Hollywoodkino und den Italowestern, die mit Stars gespickt ist: unter anderem Rachel Brosnahan, Christoph Waltz, Willem Dafoe und Benjamin Bratt sind in diesem Film zu erleben.
In der Sektion „Facing new challenges“ erkundet das IFFMH nun schon im dritten Jahr die aktuellen Möglichkeiten des Bewegtbildes jenseits narrativer Kinoformate. Dazu blickt das Festival über den Kinosaal hinaus und integriert dabei neue, manchmal ungewöhnliche Orte. 2022 ist die Kunsthalle Mannheim erneut zentrale Spielstätte. Präsentiert werden dort im Atrium für den Zeitraum des Festivals zwei Werke aus der Serie „landscapes and bodies“ des deutschen Videokünstlers Daniel Kötter. Kötter beschäftigt sich in dieser Serie mit der Ressourcengewinnung in unterschiedlichen Teilen der Welt bzw. mit der Ausbeutung von Natur und Mensch. Konkret zu sehen sind „Water & Coltan“ sowie „Gold & Coal“. Das Publikum erwartet hier ein ganz besonderes sinnliches Erlebnis. Denn mit bereitgestellten VR-Brillen kann man die Werke als 360-Grad-Filme erleben und für jeweils circa 50 Minuten in eine andere Welt eintauchen. Die Bilder erscheinen so nah wie nie.
Überdies kooperiert das IFFMH in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem weiteren kulturellen Leuchtturm der Metropolregion Rhein Neckar: dem Nationaltheater Mannheim. In dessen Studio Werkhaus wird Heiner Müllers „Philoktet“ in einer Inszenierung des vielfach ausgezeichneten Regisseurs Jan Bonny präsentiert. ps/gai

Weitere Informationen:

www.iffmh.de

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Autor:

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