Kunsthalle Mannheim zeigt spektakuläre Tanz-Ausstellung mit Deutschlandpremiere
- Lorna Simpson (*1960), Momentum, 2010, © Lorna Simpson. Courtesy the artist and Hauser & Wirth
- Foto: Yosra El-Essawy
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Mannheim. Tanz trifft auf bildende Kunst: Ab Freitag, 13. November, zeigt die Kunsthalle Mannheim in ihrer Sonderausstellung „TANZ!“ Werke aus mehr als 150 Jahren. Die Schau läuft bis Sonntag, 7. März, und spannt den Bogen von Edgar Degas bis zu zeitgenössischen Positionen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kunstschaffende flüchtige Bewegung festhalten. Gezeigt werden Arbeiten unter anderem von Auguste Rodin, Oskar Schlemmer, Ernst Ludwig Kirchner, Alexandra Exter, Yvonne Rainer und Haegue Yang.
Eine Aufführung erstmals in Deutschland
Ein besonderer Teil der Ausstellung ist Tino Sehgals Aufführung „This Entry“ aus dem Jahr 2023 im Atrium der Kunsthalle. Darin verbinden sich tänzerische Bewegungen mit Kunstradfahren, Geigenspiel und Freestyle-Fußball. Nach Präsentationen in Japan, Korea und den USA erlebt das Werk in Mannheim seine erste Aufführung in Deutschland.
Die Ausstellung greift auch die Entwicklung des modernen Tanzes auf. Sie erinnert etwa an Oskar Schlemmers „Triadisches Ballett“, in dem Bühnenbild, Kostüme, Farbe, Form, Klang und Bewegung zusammenwirken. Zudem beleuchtet die Schau die Zusammenarbeit von Tanz- und Kunstschaffenden in New York seit den 1960er-Jahren.
Wie die Kunsthalle Mannheim mitteilt, ergänzen neu entstandene Arbeiten von Eva Helene Pade, Rajni Perera und Isaac Chong Wai die Ausstellung. Zu „TANZ!“ gehören außerdem Vorträge, Workshops, Führungen, Gespräche mit lokalen Fachleuten und ein Tanz-Fest. Die Kunsthalle entwickelt das Begleitprogramm unter anderem mit dem EinTanzHaus, dem Nationaltheater Mannheim, dem Institut für Deutsche Sprache und der Mannheimer Abendakademie.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |