Highlights in der Kunsthalle Mannheim im Januar
- Ausstellungsansicht „Kirchner, Lehmbruck, Nolde. Geschichten des Expressionismus in Mannheim“ (26.09.25 – 11.01.25)
- Foto: Kunsthalle Mannheim Elmar Witt
- hochgeladen von Kristin Hätterich
Mannheim. Die große Sonderausstellung „Kirchner, Lehmbruck, Nolde. Geschichten des Expressionismus in Mannheim.“ nähert sich ihrem Ende. Am Wochenende des 10. und 11. Januar besteht die letzte Gelegenheit, an einer der zahlreichen Überblicksführungen zur Ausstellung teilzunehmen.
Überblicksführungen durch „Kirchner, Lehmbruck, Nolde. Geschichten des Expressionismus in Mannheim“
Freitag, 9. Januar: 13 Uhr und 14 Uhr, Samstag, 10. Januar: 12 Uhr, 13.30 Uhr, 14 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr, Sonntag, 11. Januar: 12 Uhr, 14 Uhr, 13 Uhr und 15.30 Uhr
Info zur Ausstellung:
Die Kunsthalle gehörte zu den ersten Museen, die expressionistische Kunst sammelten. Doch ab 1937 wurde ein großer Teil dieser frühen Sammlung von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und so erheblich dezimiert. Trotz dieser Verluste beherbergt das Museum bis heute bedeutende Meisterwerke des Expressionismus. Diese werden in den Mittelpunkt der Sonderausstellung gerückt und in Kontext mit nationalen wie internationalen Leihgaben einst beschlagnahmter Objekte gesetzt. Ergänzt um zahlreiche Arbeiten aus Mannheimer Privatsammlungen, beleuchtet die Schau so umfassend das für die Geschichte der Kunsthalle wichtige Kapitel Expressionismus.
Weiter Highlights im Januar:
Sonntag, 18. Januar, 12 Uhr: Meditieren im Museum. Werkbetrachtung und geführte Meditation mit Kunstvermittlerin und Entspannungstrainerin Nina Pfister.
Diese besondere Führung bietet Zeit und Raum, ein Kunstwerk in Ruhe und Achtsamkeit zu betrachten und sich ganz in ein Thema hinein zu versenken. Die Kunstvermittlerin und Meditationslehrerin Nina Pfister erzählt Wissenswertes über Kunstwerk und Künstlerin oder Künstler und führt die Teilnehmenden mit einer zum Kunstwerk passenden Meditation in die Entspannung – eine intensive und meditative Kunsterfahrung! Vorkenntnisse und Erfahrung in Meditationstechniken sind nicht notwendig.
Bequeme Kleidung ist empfehlenswert, die Klapphocker der Kunsthalle werden benutzt.
Sonntag, 18. Januar, 15 Uhr: Sound Dreams of Istanbul. Film und Konzert mit Anil Eraslan
Inspiriert von einem Traum kehrt der Musiker und Filmemacher Anil Eraslan nach Istanbul zurück, um mit seinen Istanbuler Musikerfreunden einen Film zu drehen. Dabei lädt er sie ein, ihre klanglichen Träume zu artikulieren und sie als musikalische Performances in unkonventionellen urbanen Settings zu inszenieren.
Von osmanisch-türkischer Musik bis zu elektronischen Klängen, von freier Improvisation bis zu Noise bietet die Avantgarde-Musikszene Istanbuls einen phantasmagorischen Einblick in eine Stadt zwischen Traum und Realität.
Diese visuelle Polyphonie oszilliert zwischen der Sehnsucht nach Istanbuls lebendiger musikalischer Vergangenheit, die nun durch die Abwanderung von Musikern verblasst ist, und der frischen Energie, neue Klänge zu schaffen und eine andere Zukunft aufzubauen. Anschließend Musik mit Anil Eraslan & Merve Salgar
Mittwoch, 28. Januar, 16.30 Uhr: Kuratorinnenführung Fokus Sammlung „Bendikte Bjerre, The Birds“
Luisa Heese führt durch die Installation „The Birds“, in der die dänische Künstlerin Benedikte Bjerre den Ausstellungsraum in ein lebendiges Feld aus Hunderten von Ballons in Form von Baby-Pinguinen verwandelt. Die filigranen, mit Helium gefüllten Figuren wandeln frei im Raum, verändern durch jeden Luftzug ihre Position und wirken dabei niedlich und irritierend zugleich.
Samstag, 17. Januar, 10.30 Uhr: Yoga in der Kunsthalle - Kunst aus Betrachtung der Yogaphilosophie: Der fragmentierte Körper
Die Sammlung der Kunsthalle umfasst auch einige Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die sich seit dem frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart mit dem fragmentierten Körper auseinandersetzen. Diese reichen von kubistischen Zergliederungen bis hin zu technoiden Erweiterungen und komplexen Konstruktionen von Körperlichkeit. Das Fragment steht hier nicht nur für den Verlust eines Ganzen und die Verletzlichkeit des Körpers, sondern ebenso für die Möglichkeit, die Vielschichtigkeit von Identitäten zu thematisieren.
Das „Gefühl der sozialen, psychologischen, ja sogar metaphysischen Fragmentierung“, das angesichts epochaler gesellschaftlicher Umbrüche entsteht, führt zu neuen künstlerischen Umgangsweisen mit der menschlichen Gestalt. Ausgehend von der erlebten fragmentarischen Wirklichkeit wird auch der Körper nicht mehr in seiner Ganzheit, sondern aufgelöst in Teilen wahrgenommen und dargestellt. Dieser Thematik geht die Yogalehrerin Birgitt Held nach. Nach einer Einführung zu einem ausgewählten Werk der Kunsthalle Mannheim Werk spricht Dörte Ilsabe Dennemann (Programmkuratorin) mit der Mannheimer Yogalehrerin Birgitt Held über die Kunst aus Perspektive der Yoga-Philosophie. Anschließend Yogapraxis auf der Terrasse der Freunde. Bitte bequeme Kleidung und eine Matte mitbringen. Informationen zu Birgitt Held unter www.birgittheld-coaching.de
Mittwoch, 21. Januar, 12.30 Uhr: Mittagspausenführung „Zu Gast – Die Impressionistin Berthe Morisot“ mit Alessia Tardivo. Tickets nur an der Museumskasse erhältlich. Ticketpreis 5 Euro. Für die Dauer der Führung ist der Eintritt in der Teilnahmegebühr enthalten.
Donnerstag, 22. Januar, 19.30 Uhr: Film & Kunst: Tracing Light – die Magie des Lichts im Cinema Quadrat Fassung: Deutsch-englisch mit deutschen Untertiteln
Licht, ob natürliches oder künstliches, ist unser Alltag, es ist uns selbstverständlich. Dabei ist Licht zugleich die Basis unseres Lebens – ohne Licht gäbe es keinen Sauerstoff. Was aber ist Licht? Diese Frage stellen sich Künstlerinnen und Künstler seit Jahrhunderten, und zu diesem Phänomen gibt es unzählige naturwissenschaftliche Forschungen. In der Malerei wird das immaterielle Licht durch verschiedene Farbmaterialien dargestellt, die Bildhauerei beachtet das Spiel des Lichtes auf den Oberflächen von Skulpturen und Plastiken, und in unserer Zeit wird das Licht selbst zum Kunstwerk. Regisseur Thomas Riedelsheimer begibt sich in seinem Film auf die Suche nach dem Licht in die Hightech-Labore des Max-Planck-Instituts für Physik, er schaut der „Extreme Light Group“ der Universität Glasgow bei ihren Experimenten und Diskussionen zu, und er folgt der britischen Landart-Künstlerin Julie Brook bei ihren Annäherungen an die Wirkungen und die Magie des Lichts in der Natur. Licht, Raum und Zeit, Hochtechnologie und Natur, Wissen und Schönheit: „Tracing Light“ ist ein poetischer Film über die lichterfüllte Welt. Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthistorikerin. Bereits seit 2008 kooperieren die Kunsthalle Mannheim und das Cinema Quadrat mit der Veranstaltungsreihe „Film & Kunst“. Beide Kultureinrichtungen wählen gemeinsam jeden Monat einen Film aus, der sich mit der Kunst, mit dem Leben und Werk von bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten beschäftigt. Zu jedem Film gibt es eine kurze Einführung, die den jeweiligen Filminhalt in einen größeren kunsthistorischen und/oder medialen Zusammenhang stellt. Die Filme werden immer in optimaler digitaler Form im Cinema Quadrat präsentiert. Tickets und Informationen zu den Filmen auf www.cinema-quadrat.de
Sonntag, 25. Januar, 12 Uhr: Kunst & Philosophie. Denkwege zur Kunst mit Kunsthistorikerin und Philosophin Catharina Wittig
Thema: Georges Didi-Huberman, Der Mensch der in der Farbe ging Das Philosophieren mit Bildern und über Bilder ermöglicht einen sinnlichen sowie kritisch-reflexiven Erfahrungszugang zu grundlegenden Fragen menschlicher Existenz. Bilder und Sprache vermitteln Weltsicht, sie heben das Allgemeine im Besonderen hervor, wodurch sie den Lebensalltag vertiefen. Jeweils ausgehend von einer Werkbetrachtung und im Dialog mit einem philosophischen Text erschließen Sie mit Catharina V. Wittig M. A. phil. unter dem Titel „Denkwege zur Kunst“ jeweils eine philosophische Fragestellung.
Im Januar steht der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman im Zentrum des philosophischen Gesprächs. In seinem Werk „Der Mensch, der in der Farbe ging“ durchzieht das Motiv des Abwesenden den gesamten Text, so etwa das Sich-Entziehen Gottes während des Exodus. Während der erste Teil seiner Fabel vom Gang des Volkes Israel durch den gelben Wüstensand ausgeht und über das Leuchten in den Kirchen des Mittelalters und der Farbkraft der Kunst der Frührenaissance bis hin zur Gegenwartskunst reicht, so gipfelt sie jäh in den Schiffen der modernen Kunstgalerien und hier in den Lichtinstallationen eines James Turrell.
Führungen
Überblicksführungen durch „Constantin Luser. Form, Klang & Stille“
Donnerstag, 15. Januar, 10.30 Uhr – Kuratorinnenführung mit Dr. Ursula Drahoss, Sonntag, 18. Januar, 15.30 Uhr, Mittwoch, 21. Januar, 16.30 Uhr, Donnerstag, 22. Januar, 10.30 Uhr
Info zur Ausstellung:
Mit dieser Ausstellung setzt die Kunsthalle Mannheim ihr Programm fort, radikale Neupositionierungen der Zeichnung vorzustellen. Gezeigt wird eine große Werkschau des österreichischen Grafik- und Installationskünstlers Constantin Luser, die Zeichnungen, Drahtobjekte und Instrumentenskulpturen umfasst.
Durch die Verknüpfung von Zeichnung, Objekt und Sound überschreitet Luser die Grenzen des konventionellen Zeichnens. Er hinterfragt die Funktion der Linie, wenn sie den zweidimensionalen Bildträger verlässt, den Raum erobert, in Bewegung gerät oder sich wie ein unsichtbarer Klang äußert. Spätestens seit seinem performativen Zeichenauftritt auf der Art Basel im Jahr 2005 nimmt Constantin Luser eine zentrale Position in der zeitgenössischen Kunst ein. Mit seinen Wand- und Raumzeichnungen überschreitet er konsequent die Grenzen der Zeichnung. Die Kunsthalle Mannheim präsentiert Lusers grafisches Werk in seiner ganzen Bandbreite – vom intimen Skizzenbuch über interaktive Soundzeichnungen bis hin zu monumentalen Instrumentenskulpturen.
Themenführung Fokus Sammlung
Bei dem überraschenden Rundgang zu unterschiedlichen Themen und Motiven quer durch die Museumsräume. Im direkten Vergleich verschiedener Gemälde, Skulpturen und Installationen ergeben sich vielfältige Erkenntnisse zu künstlerischen Fragestellungen und Ideen.
Mittwoch, 14. Januar, 16.30 Uhr: Benedikte Bjerre, The Birds
Samstag, 17. Januar, 15.30 Uhr: Zu Gast – Die Impressionistin Berthe Morisot
Samstag, 24. Januar, 15.30 Uhr: Die „Gottbegnadeten-Liste“ des NS-Regimes – Itamar Gov, Breker CCTV
Sonntag, 25. Januar, 15.30 Uhr: Die Neue Sachlichkeit: Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz
Mittwoch, 28. Januar, 16.30 Uhr: Benedikte Bjerre, The Birds – Kuratorinnenführung mit Luisa Heese
Donnerstag, 29. Januar, 10.30 Uhr: Zu Gast – Die Impressionistin Berthe Morisot
Samstag, 31. Januar, 15.30 Uhr: Liebermann, Slevogt, Corinth – Aufbruch in die Moderne
Programm für Kinder und Jugendliche
Samstag, 10. Januar, 15.30 Uhr und Samstag, 24. Januar 15.30 Uhr: Guckloch Kunst: Groß & Klein
Das Format Guckloch Kunst: Groß & Klein richtet sich an Kinder in Begleitung eines Erwachsenen. Kleine und große Museumsbesucherinnen und -besucher entdecken gemeinsam mit den Vermittlerinnen und Vermittlern die Kunst im Haus und erproben im Atelier eigene kreative Ideen.
Bei den Terminen stehen immer andere Kunstwerke aus der Sammlung oder einer Sonderausstellung im Mittelpunkt. Für die Teilnahme an diesem Angebot muss von allen Teilnehmenden die Kursgebühr entrichtet werden. Die Teilnehmenden müssen keinen zusätzliche Eintrittsgebühr entrichten.
Sonntag, 18. Januar, 15 Uhr: Kunstreise – alle einsteigen!
Gemeinsam ausgewählte Kunstwerke betrachten macht Spaß! Denn gemeinsam sieht man mehr. Jung und Alt, Groß und Klein sind herzlich willkommen bei den Familienführungen voller (Kunst-)Geschichten und mit kreativen Anregungen. red
Autor:Kristin Hätterich aus Mannheim |
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