Eishockey-Playoffs: Berlin zittert sich weiter - Overtime-Krimi bringt Halbfinale
- In den DEL-Playoffs geht es in die nächste Runde: Berlin trifft im Halbfinale auf Köln, Mannheim bekommt es mit München zu tun.
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Eishockey. Zwei Serien enden dramatisch, zwei Halbfinal-Duelle stehen fest: In der PENNY DEL geht es ab dem 8. April mit Berlin gegen Köln und Mannheim gegen München weiter – beide Spiele laufen am Mittwoch live bei MagentaSport.
Eisbären Berlin gegen Straubing: 6:5 nach Overtime
Berlin machte es gegen die Straubing Tigers noch einmal maximal spannend: Nach zweimaliger Zwei-Tore-Führung musste der Meister erneut in die Overtime und gewann Spiel 6 mit 6:5. Damit steht Berlin im Halbfinale gegen die Kölner Haie, die Neuauflage des Vorjahresfinals startet am 8. April um 18.45 Uhr.
Serge Aubin über den Entscheidungsmoment
Serge Aubin, Trainer Eisbären Berlin, ordnete den Kraftakt so ein: „Ich bin froh, dass wir gekämpft haben. Es war eine hart umkämpfte Serie. Wir haben zwei 2-Tore-Führungen hergegeben. Daraus müssen wir lernen. Wir waren etwas müde, aber die Jungs sind ruhig geblieben. Wir wussten, dass es auf diese eine Möglichkeit ankommen würde. Gott sei Dank, dass es auf unserer Seite war.“ Auch auf das Halbfinale blickt Aubin ohne Extra-Last: „Die 1. Serie ist immer die härteste, jetzt geht es nicht mehr um Druck, sondern um Gelegenheiten. Wir machen uns bereit und haben Spaß.“
Andreas Eder, Torschütze Eisbären Berlin, blieb trotz der Emotionalität ebenfalls bei sich: „Es ist in einem Entscheidungsspiel, was es für uns sein könnte, immer sehr emotional. Das ist ganz normal, was hier gerade passiert.“ Für Straubing endete die Reise erneut in Berlin. Marcel Brandt, Torschütze Straubing Tigers, brachte den Frust nach dem Aus auf den Punkt: „Enttäuschung pur. Wieder hier in Berlin auszuscheiden, das ist einfach eine Katastrophe.“
Craig Woodcroft, Trainer Straubing Tigers, lobte trotzdem die Moral: „Ich bin sehr stolz auf unser Team, auf unsere Widerstandsfähigkeit und unseren Kampfgeist.“ Das Aus markierte zudem das Karriereende von Stürmer Mike Connolly, den Woodcroft würdigte: „Er ist ein großartiger Anführer, ein legendärer Spieler in Straubing. Es ist auch für mich schön, so jemanden gecoacht zu haben.“
München zieht weiter, Ingolstadt hadert nach 31 Gegentoren
Auch der EHC Red Bull München steht nach dem 7:3-Erfolg in Ingolstadt im Halbfinale und reist am 8. April nach Mannheim, Spielbeginn 19.15 Uhr. Daniel Pietta, Spieler Ingolstadt, sah in der Serie vor allem ein Grundproblem: „Wenn man die ganze Serie sieht, haben wir zu viele Gegentore kassiert. Dann ist es schwer, eine Serie zu gewinnen.“ Nach dem brutalen Check von Münchens Fabio Wagner an Ingolstadts Edwin Tropmann wurde Pietta deutlich – erst in der Einordnung, dann in der Konsequenz: „Fabio ist ein herzensguter Mensch. Ich kenne Fabio seit 5-6 Jahren. Er ist der Letzte, der das mit Absicht macht. Es ist im Eishockey ein Sekundenbruchteil, der eine Entscheidung erzwingt. Die Entscheidung hat er falsch getroffen.“ Und weiter: „Da kann man nicht davon reden, dass das Teil des Spiels ist. Sollte das Teil des Spiels sein, habe ich keinen Bock mehr auf dieses Spiel.“ [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |