Streuobstsorte des Jahres 2019 ist der Moseleisenapfel
Seltene, alte Sorte

Der Modeleisenapfel zeigt schon früh die typische rote Färbung, wird aber erst spät im Herbst geerntet.
  • Der Modeleisenapfel zeigt schon früh die typische rote Färbung, wird aber erst spät im Herbst geerntet.
  • Foto: Hans-J.Bannier/| Verband der Gartenbauvereine
  • hochgeladen von Roland Kohls

Der Arbeitskreis „Obstsorten“ im Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz hat den ´Moseleisenapfel` zur Streuobstsorte des Jahres 2019 für das Verbandsgebiet benannt.
Mit dem ‘Moseleisenapfel‘ wurde eine sehr alte Sorte, die vor allem im Saar-Mosel-Raum bis hin zum Mittelrhein und Belgien bekannt ist, ausgewählt. Die Apfelsorte ist zwar noch auf Obstwiesen zu finden, wird aber als selten eingestuft.

Lange haltbarer Mostapfel

Wegen ihrer langen Haltbarkeit war die Sorte früher als Tafelapfel sowie als Wirtschaftsapfel für die häusliche Verwertung geschätzt. Heute findet sie in erster Linie als Mostapfel Verwendung, da ihr zum Frischverzehr das Aroma fehlt. Hier kann sie mit vergleichbaren Tafeläpfeln nicht konkurrieren. Der Apfel zeigt schon früh im September eine intensive Rotfärbung, dennoch wird der ‘Moseleisenapfel‘ erst spät, in der zweiten Oktoberhälfte geerntet. Auf dem Lager hält er sich bis zum Frühjahr, kann also bis April/Mai aufbewahrt werden.
Die einzelnen Früchte sind eher klein bis mittelgroß. Man erkennt die Sorte recht gut an ihrer kegelförmig bis rundlichen Form und der markanten Färbung. Fast die ganze Frucht ist von einer trüb dunkelroten Farbe überzogen, die in ein bräunlich-bläuliches Rot übergeht und leicht verwaschen streifig ist. Auffällig sind zudem die hellen bis berosteten Schalenpunkte. Das grünlich-weiße Fruchtfleisch ist fest, schmeckt süßsäuerlich bis süß, hat aber leider kein besonderes Aroma. Markant ist auch die klecksig-schuppig berostete Stielgrube und der kurze Stiel.

Keine besonderen Anforderungen an den Boden

Die Baumform ist meist etwas ungewöhnlich. Häufig erschein die Krone asymmetrisch, da sich nur auf einer Seite stark ausgebildete Leitäste zeigen. Der Baum wächst insgesamt mittelstark bis stark und zeigt eine für die Sorte typische Dünntriebigkeit. Kompakte Kronen bedürfen eines regelmäßigen Rückschnittes der Leit- und Hauptäste. Er kommt früh in den Ertrag. Die Blüte zeigt sich spät. ‘Moseleisenapfel‘ hat an Boden und Standort keine besonderen Anforderungen. Die Sorte ist jedoch leicht schorfanfällig und so sind gut durchlüftete Lagen vorzuziehen.
Als reichtragende, wenn auch eher kleinfrüchtige Sorte hat der ‘Moseleisenapfel‘ im Saar-Mosel-Raum seinen Wert als robuste Mostobstsorte für ungünstigere Streuobstlagen. ps

Autor:

Roland Kohls aus Ludwigshafen

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