Naturschutzbund betreut Schutzzäune für die Amphibienwanderung in der Pfalz
Kermit und seine Freunde gehen wieder auf die Walz

Diese Erdkröte und viele weitere Amphibien machen sich bald auf ihre Wanderung
  • Diese Erdkröte und viele weitere Amphibien machen sich bald auf ihre Wanderung
  • Foto: Hubertus Schwarzentraub/NABU
  • hochgeladen von Wochenblatt Redaktion

NABU. In der Pfalz hat die Amphibienwanderung begonnen. Frösche, Kröten und Molche wurden durch die warmen Temperaturen der letzten Tage aus ihrer Winterstarre geweckt. Die kalte Jahreszeit verbringen die meisten Arten in einem geschützten Versteck im Wald, in Feldgehölzen oder Hecken unter Laub und Erde.
Sobald die Temperaturen wieder steigen machen sie sich auf den Weg zu ihrem Laichgewässer. Erdkröten können dabei bis zu mehrere Kilometer zurücklegen. Da die Tiere noch geschwächt und sehr langsam unterwegs sind, endet diese Reise oftmals tödlich. In milden Nächten werden jedes Jahr unzählige Tiere überfahren.

Schutzzäune an Straßenabschnitten

Deshalb stellt der Naturschutzbund (NABU) an Straßenabschnitten, die von vielen Amphibien gequert werden, Schutzzäune auf. Ein solcher Zaun wurde gerade an der L 507 zwischen Frankweiler und Albersweiler aufgebaut. Er hindert die Tiere daran, auf die Straße zu gelangen. Entlang des 400 Meter langen Zauns haben die ehrenamtlichen Naturschützer mehrere Eimer in den Boden eingegraben. Hier fallen die paarungswilligen Erdkröten hinein, wenn sie am Zaun entlang hüpfen.

„Shuttle-Service“ zum nächsten Teich

Jeden Morgen werden die Eimer geleert und die Tiere zum Teich gebracht. Im letzten Jahr konnten an dieser Stelle über 1000 Erdkröten gerettet werden. Und auch dieses Jahr ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Bereits in den ersten drei Tagen nach der Fertigstellung haben die Zaunbetreuer 150 Erdkröten in den Eimern gefunden. Ohne „Shuttle-Service“ zum Teich hätten sie wahrscheinlich nicht überlebt.
Auch an anderen Stellen in der Pfalz ist in den nächsten Wochen mit wandernden Amphibien zu rechnen, so zum Beispiel am Mehlsee bei Schwegenheim, am Silbersee zwischen Bellheim und Westheim, an der Klinikstraße in Eußerthal, an der B 48 auf Höhe der Kaiserbacher Mühle in Klingenmünster, im Kaltenbrunner Tal in Neustadt und an der Totenkopfstraße in Sankt Martin.

Autofahrer bitte Rücksicht nehmen

Der NABU bittet Auto-Fahrer um Rücksichtnahme, um Helfer, Amphibien und sich selber nicht unnötig zu gefährden.
Besonders bei milden Nachttemperaturen von über 5 Grad Celsius, kombiniert mit Regen, ist Vorsicht und langsames Fahren geboten.

NABU freut sich über Helfer

Wer bei der Betreuung von Schutzzäunen mithelfen möchte, kann sich an die NABU Regionalstelle Süd wenden, telefonisch unter 06341 31628 oder per E-Mail an NABU.Sued@NABU-RLP.de. ps

Autor:

Judith Ritter aus Lingenfeld

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