Auch abseits der Rennbahn tut sich hier einiges
Bunte Geschichten von der Rennbahn in Iffezheim

Viel Spaß beim Maskottchen-Rennen
  • Viel Spaß beim Maskottchen-Rennen
  • Foto: Baden Racing
  • hochgeladen von Jo Wagner

Iffezheim. Das hat es in der nun 160-jährigen Geschichte der Galopprennbahn Baden-Baden Iffezheim auch noch nicht gegeben: Eine Namenstaufe für ein Pferd mitten auf dem Rennplatz! Mit einem Gläschen Wasser taufte die Bürgermeisterin von Sasbachwalden, Sonja Schuchter, eine zweijährige Fuchsstute auf den Namen der Schwarzwälder Feriengemeinde.

Auf die Idee ist der in Iffezheim tätige Trainer Gerald Geisler gekommen. Der gebürtige Wiener hat Gefallen an dem Namen gefunden, zumal er ihn an das englische Städtchen Saffron Walden erinnert, an dem er bei seinen regelmäßigen Reisen in die britische Vollblutzentrale Newmarket vorbeikommt. „Wir sind superstolz und empfinden es als große Ehre, dass diese elegante Stute nach unserer Gemeinde benannt wird“, sagte die Bürgermeisterin. „Ein Fanclub ist schon gegründet.“ Wenn alles nach Plan läuft, soll das Familienpferd Sasbachwalden im Herbst auf die Rennbahn kommen, kündigte Trainer Geisler an. Züchterin der Stute ist Mutter Dagmar Geistler auf dem Gestüt Hernstein in Österreich.

Ein besonderes buntes Bild bot der „Kinder- und Familientag“ am Donnerstag: Kinder, die Dutzende Luftballons zu Beginn des Renntags in die Luft steigen ließen, ein Maskottchen-Rennen mit 29 (!) Teilnehmern, das „Lilo“ von der Löwen-Apotheke in Karlsruhe im Schlussspurt gewann, und ein wildes Treiben im großen Kinderland. Der Aufwand hat sich gelohnt – bei idealen Wetterbedingungen verfolgten rund 13.500 Zuschauer das Geschehen.

Im Jubiläumsjahr blickt man auch gerne zurück und eine prägende Figur der Rennen war Adrian von Borcke (1902 – 1985), der 1929 mit der damals berühmten Stute Bandola das „Alte Badener Jagdrennen“ gewann und später als Trainer u.a. zwei Mal den Sieger im Großen Preis von Baden (1931 mit Athanasius und 1953 mit Niederländer gewann. 208 Erfolge im Sattel und allein sieben Derbysiege als Trainer stehen bei von Borcke zu Buche, der sich mit Iffezheim eng verbunden fühlte. In den 60er-Jahren baute er am Iffezheimer Kapellenberg sein Haus, das er nach dem Derbysieger Orsini benannte. Seine letzte Ruhe fand von Borcke auf dem Iffezheimer Friedhof mit Blick auf die Rennbahn. Am morgigen Samstag wird im Rahmen des dritten Renntags des Frühjahrsmeetings ein Gedenkstein an seiner neuen, prominenten Stelle direkt neben dem Absattelring im Beisein seines Sohnes Adrian-Henning von Borcke eingeweiht. (ps)

Infos: www.baden-racing.com

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