Tee ist nach Wasser das beliebteste Getränk der Welt – weit vor Kaffee
Lose statt im Beutel

Teegarten in Nepal
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  • Teegarten in Nepal
  • Foto: Tee Gschwendner
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Getränk. Längst ist Tee mehr als ein Begleiter zum Frühstück: Die deutsche Teebranche blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2016 zurück, bei dem Gesamtinlandsverbrauch mit 19.220 Tonnen Tee erneut auf Rekordniveau lag. Im Durchschnitt hat jeder Bundesbürger 28 Liter Tee getrunken: Damit trinken die Deutschen durchschnittlich drei Liter mehr als noch vor zehn Jahren! Und bei Tee gibt es längst nicht mehr nur die Unterscheidung in schwarz oder grün, lose oder im Beutel. „Die Welt des Tees wird zunehmend bunter, kreativer und vielfältiger. Tee wird eute mehr denn je wertgeschätzt, nicht nur als Begleiter zum Frühstück oder als Afternoon Tea. Tee ist heute Teil des Lifestyle“, unterstreicht Jochen Spethmann, Vorsitzender des „Deutschen Teeverbands“. Rund um den Globus werden übrigens jährlich gut fünf Billionen Tassen genossen!

Top-Lieferant für den deutschen Markt: Die deutschen Teehändler importierten 57.518 Tonnen (+0,6 Prozent) – und erstmals seit zwölf Jahren war Indien wieder Deutschlands größter Teelieferant (14.649 Tonnen), gefolgt von China. Allerdings: Nach wie vor ist China weltweit der wichtigste Produzent von Grüntee, wohingegen sich Indien traditionell auf die Produktion von Schwarztee spezialisiert hat – immerhin eines der klassischen Ursprungsländer in der Welt. Aktuell beträgt in Deutschland das Verhältnis von Schwarz- und Grüntee 72 zu 28 Prozent. Dass Deutschland sich auch international als bedeutendes Teetrinker-Land etabliert, dafür sorgt seit jeher eine Region ganz besonders: Ostfriesland. Hier werden rund 300 Liter Tee pro Kopf und Jahr konsumiert. Damit sind die Ostfriesen nicht nur Rekordhalter in Deutschland, sondern auch Weltmeister!

Tee hilft beim Entschleunigen in der Hektik des Alltags, steht für Wellness und Entspannung, für kurzes Innehalten oder genussvolles Zusammensein: Gefragt ist besonders Tee aus den bekannten indischen Anbaugebieten Assam, Darjeeling, Dooars und Nilgiri. Auffallend: Wurden 1910 nur 15 Prozent der Welt-Teeproduktion in den Anbauländern selbst getrunken, belief sich der Eigenbedarf dieser Länder im Jahr 2015 auf 66,2 Prozent.

Deutsche Tee-Exporte, übrigens in weltweit 110 Länder, legten um 1,2 Prozent auf 25.413 Tonnen zu. Mehr als die Hälfte des Tees in Deutschland wird dabei über den Lebensmitteleinzelhandel und Discounter vertrieben, 18,2 Prozent der Teeliebhaber kauften in Teefachgeschäfte ein. Wurde Grüntee zuletzt immer stärker nachgefragt, konnte der Schwarztee 2016 Anteile zurückgewinnen. jow

Infos: Handel, Gastronomie und Verbraucher interessieren sich zunehmend für Teespezialitäten und Premium-Tees. Das Verhältnis von losem Tee zu Teebeuteln liegt weiter bei 60 zu 40 Prozent. China, Indien, Kenia, Sri Lanka und Indonesien sorgten zusammen für mehr als 80 Prozent der Welt-Teeproduktion, www.teeverband.de

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