Rund 150 Personen sind in Karlsruhe obdachlos gemeldet
DRK-Kältebus bringt Wärme in die Karlsruher Nacht

Vl:  Heribert Rech, DRK-Kreisverbandsvorsitzender und Innenminister BW a.D., Ellen Schuh, Melina Franke, Roland Weber und Aksana Novikova sind mit dem DRK-Kältebus unterwegs | Foto: DRK
  • Vl: Heribert Rech, DRK-Kreisverbandsvorsitzender und Innenminister BW a.D., Ellen Schuh, Melina Franke, Roland Weber und Aksana Novikova sind mit dem DRK-Kältebus unterwegs
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Karlsruhe. Das Thermometer zeigt minus ein Grad an. Null Grad ist die Marke bei der die ehrenamtlichen Helfer alarmiert werden und mit dem DRK-Kältebus ausrücken, um bedürftigen Menschen zu helfen. Den DRK-Kältebus gibt es seit Januar 2019. „Inzwischen sind wir bekannt bei den hilfsbedürftigen Menschen und auch bei der Bevölkerung. Das macht uns unsere Arbeit viel einfacher“, erklärt Roland Weber, der ehrenamtlich mit dem DRK-Kältebus unterwegs ist. „Oft werden wir schon sehnsüchtig erwartet.“

Große Freude über kleine Dinge
Um 19.00 Uhr geht die Fahrt los. Bis 23.00 Uhr ist der DRK-Kältebus in Karlsruhe unterwegs und fährt viele Plätze an, an denen sich Obdachlose aufhalten. Der DRK-Kältebus ist voll beladen mit Sachspenden aus der Bevölkerung. Decken, Schlafsäcke, Isomatten, Jacken, Schokolade und heißer Tee werden an Obdachlose verteilt. Oft sind es aber auch nur Gespräche oder ein offenes Ohr die den Menschen helfen.

„Mich macht es glücklich, wenn ich sehe wie viele Menschen sich ehrenamtlich um das Wohl anderer sorgen“, so Heribert Rech, DRK-Kreisverbandsvorsitzender und ehemaliger Innenminister des Landes, der zur Information die ehrenamtlichen Helfer auf ihrer Schicht durch die Karlsruher Straßen begleitet: „Das ist ein tolles Projekt!“Auch die Polizei, die Stadt Karlsruhe und Streetworker verschiedener Organisationen arbeiten eng mit dem DRK-Kältebus zusammen. Allen gemein ist der Wunsch, den Obdachlosen das Leben auf der Straße im Winter etwas erträglicher zu machen.

18 Obdachlose hat das Team in dieser Nacht angetroffen. Ein Schlafsack, zwei Decken, Schal, Mütze, Handschuhe, eine Isomatte, sechs Tafeln Schokolade und fast 4 Liter Tee wurden verteilt. „Die meisten Obdachlosen treffen wir am Karlsruher Hauptbahnhof an,“ erzählt Ellen Schuh. „Hier haben sie die Möglichkeit in den kleinen Wartehäuschen an den Gleisen zu übernachten, die sind sogar beheizt. Auch gibt es einige Notunterkünfte in Karlsruhe, wie z.B. die Kriegsstraße 88, die von vielen Obdachlosen in Anspruch genommen werden und das ist auch gut so.“

Infos: Voraussichtlich bis Ende März, immer ab null Grad, wird der DRK-Kältebus noch unterwegs sein. Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie unter: www.drk-karlsruhe.de

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Autor:

Jo Wagner

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