Runde und aerodynamische Formen standen bei Colani im Fokus
Designer Luigi Colani in Karlsruhe gestorben

Colani an einem Entwurf zum Wildparkstadion
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  • Colani an einem Entwurf zum Wildparkstadion
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  • hochgeladen von Jo Wagner

Karlsruhe. Der Luigi Colani ist mit 91 Jahren in Karlsruhe gestorben. Der Design-Visionär mit dem markanten Schnurrbart studierte unter anderem Bildhauerei und Malerei - und war in der Region bestens bekannt durch seine Design-Visionen.

"Luigi Colani, geboren 1928 in Berlin, begann seine außergewöhnliche Karriere als Designer im Paris der frühen 50er Jahre zunächst im Bereich des Automobildesigns", heißt es dazu auf seiner Internetseite: "Mit seinen in den 60er Jahren für deutsche Hersteller entwickelten Kunststoffmöbel wurde Colani bald zu einem weltbekannten Popstar des Design. Im westfählischen Wasserschloß Harkotten baute der Vielseitige seit 1972 eine ‚Designfactory' auf, die nahezu alle Lebensbereiche durch eine innovative Formgebung und revolutionäre Konzepte neu gestaltete. [...] Visionäre Studien für Überschallflugzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge, bio-organische Architekturen, aerodynamische Sportgeräte, Uhren und Schmuck entwickelte er in seinem seit 1986 im Schweizerischen Bern beheimateten Research Studio."

Wildparkstadion "à la Colani" kam nicht an bei der Stadt
2002 verlegte Colani seinen Hauptwohnsitz nach Neureut, einem Stadtteil in Karlsruhe - und war auch in der Stadt präsent: Ob aerodynamischer Lastwagen, der lange vor der "Postgalerie" am Karlsruher Europaplatz stand, futuristischer Entwurf des neuen KSC-Stadions (was aktuell wieder ein Thema ist) oder seine Ausstellung in der Karlsruher Nancyhalle (2004 - 2007): Rundungen waren das Markenzeichen. Das fand sich in vielen Gebrauchsgegenständen, ob Autos, Parfümflaschen oder Stifte. Schon 2001 legte Colani seine Vision für ein neues Wildparkstadion vor (Bilder) - doch der Entwurf fand - trotz bundesweiter Beachtung - keine Umsetzung. 

Colani fand wenig Gefallen an eckigen Formen, das war ersichtlich. Doch viele seiner Entwürfe kamen nie von der Vision zur Realität - und auch sein angedachtes Museum in Karlsruhe fand vor Jahren bei den Stadtoberen keinen Zuspruch. Der mitunter streitbare Visionär war lange Jahre in China und Japan tätig, doch kehrte immer wieder in "seine" Stadt Karlsruhe zurück, wie er gegenüber dem "Wochenblatt" stets betonte. red

Internet: http://www.colani.de

Autor:

Jo Wagner

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