Fraunhofer IESE: Mit Erweiterungsbau auf Zukunft programmiert

Beim Spatenstich: OB Beate Kimmel (von links), Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, Wissenschaftsminister Clemens Hoch, Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Reinhard Hens (asplan architekten) | Foto: Fraunhofer IESE/gratis
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  • Beim Spatenstich: OB Beate Kimmel (von links), Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, Wissenschaftsminister Clemens Hoch, Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Reinhard Hens (asplan architekten)
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Kaiserslautern. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern startet in diesem Jahr mit dem nächsten Meilenstein seiner Entwicklung: Ende August 2025 fand der offizielle Spatenstich für den Erweiterungsbau des Instituts statt. Mit der Fertigstellung, die für Ende 2027 geplant ist, entsteht ein moderner, energieeffizienter Gebäudekomplex, der den wachsenden Anforderungen an Forschung und Innovation gerecht wird.

Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch und Kaiserslauterns Oberbürgermeisterin Beate Kimmel betonten in ihren Grußworten, dass dieses Wachstum am IESE in Kaiserslautern auch die nationale und internationale Sichtbarkeit der Forschungsleistungen in Rheinland-Pfalz stärken werde. Fraunhofer-Präsident Prof. Holger Hanselka hob in seiner Rede hervor, dass der Erweiterungsbau ein wichtiges Zeichen für die Zukunft setze, denn die wachsende Bedeutung nachhaltiger und sicherer Software und Systeme sei ein entscheidender Faktor für technologische Unabhängigkeit.

Das Fraunhofer IESE wurde 1996 gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2004 wurde der Grundstein für das Fraunhofer-Zentrum an der Trippstadter Straße gelegt. Ein Jahr später zog das Fraunhofer IESE von Siegelbach an den heutigen Standort. Nun benötigt das auf Software- und Systems-Engineering fokussierte Fraunhofer-Institut mehr Raum – sowohl für Labore als auch für flexible, kollaborative Arbeitsumgebungen.

Anbau mit knapp 2000 Quadratmeter

Der neue Anbau wird die Nutzfläche des Instituts von derzeit 5165 Quadratmeter auf 7043 Quadratmeter erweitern. "Damit schaffen wir noch bessere Voraussetzungen für innovative Forschungsprojekte und kreative Arbeitsformen, die den Austausch und die Zusammenarbeit innerhalb der Teams fördern", so Prof. Peter Liggesmeyer, Institutsleiter des Fraunhofer IESE.

"Von der Gesundheit über die Mobilität bis hin zur Produktion und Smart Farming: Mit seiner Forschung im Bereich des Software- und Systems-Engineerings leistet das Fraunhofer IESE einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Effizienz digitaler Lösungen und zur Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft", sagte Prof. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. "Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir ein sichtbares Zeichen für die Zukunft. Denn die Bedeutung nachhaltiger, resilienter und sicherer Software und Systeme nimmt weiter zu und ist auch ein entscheidender Faktor für unsere technologische Souveränität. Mit den modernen, nachhaltigen Gebäudestrukturen schaffen wir die Voraussetzungen, damit das Fraunhofer IESE auch in Zukunft innovative Lösungen gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln kann."

Wissenschaftsminister Clemens Hoch (von links), Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Prof. Dr.-Ing Peter Liggesmeyer, Prof. Dr.-Ing. Jörg Dörr, Prof. Dr. Frank Bomarius  | Foto: Fraunhofer IESE/gratis
  • Wissenschaftsminister Clemens Hoch (von links), Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Prof. Dr.-Ing Peter Liggesmeyer, Prof. Dr.-Ing. Jörg Dörr, Prof. Dr. Frank Bomarius
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24 Millionen Euro Investitionssumme

Die Investitionssumme für den Erweiterungsbau inklusive Erstausstattung beläuft sich auf rund 24 Millionen Euro: Die Finanzierung erfolgt durch das Land Rheinland-Pfalz mit circa sieben Millionen Euro, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE mit circa zehn Millionen Euro sowie den Bund mit circa sieben Millionen Euro. Die Wärme- und Kälteversorgung des Neubaus erfolgt zu 100 Prozent durch Geothermie aus einem Erdsondenfeld. Zudem trägt eine Photovoltaikanlage auf Dach und Fassaden zur nachhaltigen Stromversorgung bei. Der Erweiterungsbau fügt sich harmonisch in das bestehende Gebäudekonzept des Institutszentrums ein. Es entsteht ein vierter Gebäuderiegel im Stil der bestehenden Riegel, jedoch mit höherer Geschosszahl.

In ihren Grußworten betonten Wissenschaftsminister Clemens Hoch und Oberbürgermeisterin Beate Kimmel, dass Wachstum der Forschung am Fraunhofer IESE zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Kaiserslautern und darüber hinaus zur Steigerung der nationalen und internationalen Sichtbarkeit der Forschungsleistungen in Rheinland-Pfalz beiträgt: "Das Fraunhofer IESE ist als Innovationstreiber bereits heute eine der führenden Adressen in zentralen Zukunftsfeldern und Schlüsseltechnologien. Mit seinem Engagement trägt das Institut maßgeblich dazu bei, dass die Forschungsleistungen in Kaiserslautern und Rheinland-Pfalz national wie international noch sichtbarer werden. Deshalb fördert das Land das Fraunhofer IESE nicht nur durch den Bau eines Erweiterungsgebäudes, sondern institutionell und bereits von Anfang an auch durch gezielte Projektförderungen in ihren Forschungsbereichen", sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch beim Spatenstich. Der Bau werde das Institut nicht nur dabei stärken, seine herausragende Stellung für die Region, das Land und die Wirtschaft weiterhin zu sichern, sondern schaffe gleichzeitig auch den dringend benötigten Raum für neue, zukunftsweisende Forschung, so der Minister.

Beate Kimmel, Oberbürgermeisterin der Stadt Kaiserslautern, ergänzte: "Mit dem Erweiterungsbau des Fraunhofer IESE gewinnt Kaiserslautern einen weiteren Leuchtturm für Forschung und Innovation. Mehr Raum für Labore und kreative Arbeitsformen bedeutet nicht nur Fortschritt für das Institut, sondern auch für unsere gesamte Stadt, die als Wissenschaftsstandort immer stärker wächst und sich weiterentwickelt." red

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Autor:

Monika Klein aus Kaiserslautern

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