Plan aufgegangen, Anspruch verfehlt: Nullnummer des FCK sorgt für Diskussionen

FCK-Trainer Torsten Lieberknecht verteidigte vehement die Mittel und Wege, die dazu führten, einen Auswärtspunkt bei Arminia Bielefeld mitgenommen zu haben | Foto: Ralf Vester
  • FCK-Trainer Torsten Lieberknecht verteidigte vehement die Mittel und Wege, die dazu führten, einen Auswärtspunkt bei Arminia Bielefeld mitgenommen zu haben
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FCK. Selten gingen die Meinungen nach einer Partie so sehr auseinander wie nach dem 0:0 zwischen Arminia Bielefeld und dem 1. FC Kaiserslautern. Während FCK-Trainer Torsten Lieberknecht den Plan, das Spiel der Hausherren erfolgreich zerstört und damit nur wenig Gefahr zugelassen zu haben, regelrecht feierte und vehement verteidigte, stand vielen Fans und neutralen Beobachtern die Fassungslosigkeit über einen derartigen Antifußball ins Gesicht geschrieben.

Dass nach den schockierend schwachen Auswärtsauftritten in Braunschweig und Berlin ein anderer Ansatz gewählt wurde, um endlich mal wieder etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, ist durchaus legitim. Aber gegen einen Gegner wie den Aufsteiger Bielefeld, der zwar ordentlich in die Saison gestartet ist, aber nach drei Niederlagen in Folge selbst nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzt, einen solch destruktiven Ansatz zu wählen, befremdet schon.

FCK parkt den Bus vorm Tor

Die Roten Teufel hatten sich über 90 Minuten hinweg mit allen Mann in der eigenen Hälfte eingeigelt, um den schnellen und konterfreudigen Arminen jegliche Stärken zu nehmen. Dass die Ostwestfalen Probleme haben, das Spiel zu machen und einen Gegner mit massierter Deckung auszuhebeln, ist bekannt. Dieser Plan sollte aufgehen. Die Hausherren kamen in der Tat selten gefährlich nach vorne und bissen sich am Abwehrbollwerk der Gäste die Zähne aus, obwohl sie am Ende noch den Sieg verdient gehabt hätten.

Aber dass die „Offensivbemühungen“ der Pfälzer quasi gleich Null waren und sich in nach planlosem Vorgebolze des Balles vielleicht zufällig entstehenden Situationen erschöpfte, war schon richtig schwere Kost. Mickrige 28 Prozent Ballbesitz, 63 Prozent Passquote, 106 Kilometer Laufleistung und 0,11 Expected Goals sind unterirdische Werte. Wohlgemerkt nicht in einem Spiel gegen ein Spitzenteam, sondern gegen einen formschwachen, verunsicherten Aufsteiger.

Fragwürdige Mittel und Wege

Doch laut Lieberknecht war alles praktisch genau so geplant und durchaus erfreulich. Der jüngste freie Auswärtsfall wurde durch das 0:0 gebremst, die Null stand, insofern hätten seine Spieler fast alles richtig gemacht. Das mag irgendwie der Fall sein, ist aber eines Teams wie dem 1. FC Kaiserslautern, das den Anspruch hat, zumindest am Aufstieg mal schnuppern zu wollen, nicht würdig. Da muss es einfach andere Mittel und Wege geben, um bei einem schwächeren Gegner zum Erfolg zu kommen.

Es zeigte sich in Bielefeld auch zum wiederholten Male, dass derzeit von der Bank keine Qualität auf den Platz kommt – die Youngster, die zuletzt erste Erfahrungen sammeln durften, mal ausgenommen. Egal, wen der Trainer seit Wochen ins Spiel bringt, es hat kaum bis gar keine Auswirkungen aufs Spiel. Die Einwechslungen von Spielern wie Tachie, Abiama und Alidou verpuffen komplett.

Ohne Leistungsträger wie Prtajin, Kim & Co. wird es arg dünn, der zweite Anzug passt mitnichten. Zwei, drei Neuverpflichtungen in der Winterpause wären, sofern wirtschaftlich machbar, ebenso dringend geboten, wie das Ausmisten von ewigen Bankdrückern und Kaderauffüllern.

Gegen Magdeburg soll wieder das Heimgesicht gezeigt werden

Zu Hause gegen den FC Magdeburg am kommenden Samstag, 20. Dezember, 13 Uhr, soll laut Torsten Lieberknecht alles wieder besser und das Heimgesicht gezeigt werden. Wobei die Tendenz beim FCM zuletzt deutlich nach oben zeigt und daher ein weiterer Erfolg auf dem Betze sicher alles andere als ein Spaziergang werden dürfte. Mit dann 30 Zählern nach der Vorrunde wäre der FCK zwar punktemäßig absolut im Soll und sogar deutlich vor dem Zwischenergebnis der Vorsaison (26).

Aber in dieser Spielzeit reichen im Gegensatz zum fast historisch punkteschwachen Zweitliga-Vorjahr vermutlich selbst 60 Punkte nicht, um am Ende unter den ersten drei, vier Mannschaften zu landen. Dafür punktet die Konkurrenz um Schalke, Paderborn und Elversberg bis dato zu stark. Es ist paradox derzeit: Zwar sind zufriedenstellend viele Punkte im Sack, dennoch bleibt durch mehrere fragwürdige Auftritte im letzten Drittel der Vorrunde irgendwie ein fader Beigeschmack. rav

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Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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