Bärenstarker FCK, bitteres Ende: Späte Gegentore verhindern Auswärtscoup auf Schalke
- Annähernd 7.000 FCK-Fans feierten ihr Team auf Schalke trotz der späten Nackenschläge
- Foto: Jürgen Kind/gratis
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FCK. Da macht der 1. FC Kaiserslautern beim Spitzenreiter das beste Auswärtsspiel der bisherigen Saison und steht am Ende doch mit fast leeren Händen da. Die Roten Teufel steuerten beim FC Schalke 04 bis zur 87. Minute auf einen durchaus verdienten Statement-Sieg zu und lassen sich binnen kürzester Zeit noch zwei der drei möglichen Big Points entreißen.
Unterm Strich steht ein Unentschieden beim Tabellenführer, das vor dem Spiel sicherlich jeder dankend angenommen hätte. Allerdings eben mit dem bitteren Beigeschmack, dass sogar ein satter Dreier möglich gewesen wäre. Kopf hängen lassen und dem verpassten Auswärtscoup nachtrauern oder doch nur das Positive mitnehmen und auf der grundsoliden, starken Leistung aufbauen?
FCK von Beginn an hellwach
Bei allem Grummeln im Bauch, den Sieg nicht über die Ziellinie gebracht zu haben, überwiegt mit etwas Abstand doch das letztere Gefühl. Der bislang so auswärtsschwache FCK hat dem Topfavoriten auf den Aufstieg mächtig die Stirn geboten und ihn das Fürchten gelehrt. Von Beginn an waren die Pfälzer hellwach und im Spiel. Schon in der Anfangsviertelstunde machte sich der Eindruck breit, dass hier heute etwas gehen würde.
Die Defensive mit dem sehr solide spielenden Neuzugang Atanas Chernev ließ wenig bis gar nichts zu, Schalke kam nicht gefährlich vors Tor. Die Gäste spielten gefällig und schnörkellos nach vorne und hatten durch Nataan Skyttä und Marlon Ritter schon vor der Pause große Chancen, in Führung zu gehen. Nach dem Seitenwechsel knüpften die Lautrer nahtlos an die Leistung aus dem ersten Durchgang an.
Spektakulärer Doppelpack von Prtajin
Wie schon gegen Hannover brachte Trainer Torsten Lieberknecht nach einer Stunde Ivan Prtajin für Norman Bassette ins Spiel. Der Goalgetter war gerade mal fünf Sekunden auf dem Platz, als er die Flanke von Skyttä per Kopf zum 1:0 für die Roten Teufel eindrückte. Der FCK verteidigte die Führung geschickt und sorgte in der 84. Minute durch einen eiskalt abgeschlossenen Konter von Prtajin mit dem 2:0 für die vermeintliche Vorentscheidung.
Aber Altmeister Edin Dzeko und Kenan Karaman entrissen den Roten Teufeln in der 87. und 90. Minute noch den sicher geglaubten Sieg. Den FCK ereilte letztlich im Schalker Hexenkessel genau das, was Hannover 96 eine Woche zuvor auf dem Betze passierte: späte Gegentore mit der Wucht der angefachten Fans im Rücken.
Nächstes Topspiel gegen Elversberg vor der Brust
Die Spieler zeigten sich nach der Partie natürlich geknickt ob der späten Wende, aber dennoch überwog auch bei ihnen der Stolz auf die bis auf drei bittere Minuten bärenstarke Auswärtsleistung. Daran heißt es nun auch am Samstag, 31. Januar, 20.30 Uhr, im nächsten Spitzenspiel auf dem Betze gegen die SV Elversberg anzuknüpfen.
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Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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