Abend voller Nackenschläge: FCK verliert gegen Elversberg weit mehr als nur ein Spiel
- Tragische Figur: Ivan Prtajin wird dem FCK wohl für sehr lange Zeit fehlen
- Foto: 1. FC Kaiserslautern
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FCK. Was für ein bitterer Fußballabend für den 1. FC Kaiserslautern. Die Roten Teufel haben nicht nur das Topspiel gegen die SV Elversberg verdient mit 1:3 verloren und damit auch den Anschluss an die Spitzengruppe der 2. Liga. Noch weitaus schwerer wiegt für den FCK die aller Voraussicht nach fatale Verletzung ihres Goalgetters Ivan Prtajin.
Sollte sich die vermeintliche Diagnose eines Achillessehnenrisses tatsächlich bestätigen, trifft das die Pfälzer bis ins Mark. Dann wäre für den treffsicheren Kroaten mindestens diese Saison bereits komplett gelaufen, wenn nicht schlimmstenfalls sogar das ganze Jahr 2026. Entsprechend düster und konsterniert waren die Mienen von Spielern, Trainern und Betreuern nach diesem aber auch wirklich komplett gebrauchten Abend.
Trainer Torsten Lieberknecht hatte sein Team vor der Partie personell etwas umgestellt. Ivan Prtajin stand diesmal bereits in der Startelf. Stammspieler Fabian Kunze saß zunächst nur auf der Bank. Dafür rückte Leon Robinson aus dem Abwehrverbund vor auf die Sechser-Position. Doch die Roten Teufel bekamen von Beginn an kaum Struktur in ihr Spiel. Die gewohnt spielstarken Elversberger ließen Ball und Gegner laufen und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor der Hausherren. Dennoch hatte der FCK durch Paul Joly in der 21. Minute zunächst die größte Chance auf die Führung, die dem Spiel womöglich einen anderen Twist gegeben hätte. Kurz vor der Pause wurde es dann richtig turbulent auf dem Betze.
Turbulente und bittere Minuten vor der Pause
Ivan Prtajin musste nach 40 Minuten gestützt und humpelnd vom Feld. Schon da war zu ahnen, dass die Art der Verletzung keine Lappalie sein würde. Dann die spielentscheidende Szene: Nach VAR-Prüfung war zu sehen, dass Leon Robinson im Strafraum beim Torschuss den Elversberger Maximilian Rohr am Trikot gezogen hatte. Die bittere Folge: Elfmeter für die Gäste plus Platzverweis für den bis dahin stark spielenden Youngster des FCK.
Petkov verwandelte sicher zum 1:0 (45+6). Nach dem schnellen 1:1-Ausgleich durch ein Eigentor von Rohr nach Schuss von Nataan Skyttä (45+9.) keimte noch einmal Hoffnung für die zweite Halbzeit auf. Die währte allerdings nur recht kurz, denn bereits mit dem 2:1 für „Die Elv“ durch David Mokwa (55.) war das Schicksal der Gastgeber gefühlt besiegelt. Die Saarländer spielten ihre Überzahl geschickt aus, die Lautrer liefen fast nur noch hinterher. Das 3:1 durch Luca Schnellbacher (86.) war nur noch die faktische Bestätigung des K.O. an diesem Abend.
Nächster dicker Brocken wartet schon
Was macht der FCK nun? Schlagen die Roten Teufel auf den letzten Drücker vielleicht noch im bis Dienstagabend geöffneten Transferfenster zu und holen Ersatz für Prtajin? Norman Bassette und Daniel Hanslik können es vorne nur schwer allein richten. Der Schock sitzt jedenfalls erstmal tief in den Gliedern.
Ob der sich schon bis zum Match gegen den nächsten Hochkaräter Darmstadt 98, am Samstag, 7. Februar 2026, 20.30 Uhr, aus den Klamotten schütteln lässt, bleibt abzuwarten. Eine Niederlage am Böllenfalltor würde die zuletzt wieder offensiver formulierten Aufstiegsambitionen des FCK vermutlich endgültig zunichtemachen. Aber was ist schon normal in dieser verrückten 2. Liga? rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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