Die wichtigsten Tipps für einen erholsamen Schlaf
Auf der Suche nach der richtigen Matratze

Auch der Lattenrost sollte noch in Ordnung sein  Foto: ps

Matratzenkauf. Wer morgens mit Rückenschmerzen oder Verspannungen aufwacht, sollte sich Gedanken um eine neue Matratze machen. Eine Matratze hält normalerweise sehr lange. Nach spätestens zehn Jahren ist sie allerdings verbraucht. Nicht nur die Elastizität des Matratzenkerns lässt nach, auch aus hygienischer Sicht ist ein Wechsel sinnvoll. Wer sich auf die Suche nach einer passenden Matratze macht, stellt schnell fest, dass es fast unüberschaubar viele Varianten gibt. Und natürlich preist jeder Anbieter sein Produkt als besonders gut an.
Hier eine kleine Anleitung, auf was zu achten ist:
Der richtige Härtegrad: Neuerdings werden vermehrt Matratzen angeboten, die alles vereinfachen sollen, weil es sie in nur einem Härtegrad gibt. Dieser soll angeblich für alle passen. Das funktioniert leider nicht gut. Dazu sind Menschen zu unterschiedlich. Es gibt große, kleine, dicke und dünne Menschen. Außerdem unterscheiden sich Männer und Frauen. Mit einer Einheitsfestigkeit die passende Matratze für alle zu liefern, ist ähnlich unsinnig wie zum Beispiel eine Einheitsschuhgröße. Menschen unterscheiden sich. Schwerere brauchen eine festere Matratze, Leichtere eine Weichere. Frauen fühlen sich auf Matratzen mit etwas mehr Federweg wohler, Männer finden eine gute Schulterzone angenehm. Der passende Härtegrad findet sich nur durch Probeliegen, am besten und sichersten unter fachkundiger Anleitung.
Das richtige Material: Das zu finden ist relativ einfach. Hochwertige Kaltschäume mit hohem Raumgewicht sind wahre Alleskönner. Elastisch, dauerhaft, luftdurchlässig und nicht allzu schwer. Wichtig ist für Erwachsene ein Raumgewicht von RG50 oder höher. Wird das Raumgewicht nicht angegeben, kann von einer eher einfachen Qualität ausgegangen werden. Natürlich funktionieren aber auch gute Taschenfederkerne oder die etwas schwereren Latexmatratzen. Dagegen haben sich Viskoschäume nicht wirklich bewährt. Die Bewegungsfreiheit und die Atmungsaktivität ist für die meisten Menschen zu eingeschränkt. Wer ruhig schläft und wenig schwitzt kann aber durchaus glücklich darauf werden.
Der beste Bezug: Er ist elastisch, luftdurchlässig und lässt sich problemlos zum Waschen abnehmen. Eine gute Materialzusammensetzung ist beispielsweise eine Mischung aus formstabiler und elastischer Polyester oder Polyamidfaser und Zellulosefaseren. Diese sorgt für eine gute Feuchtigkeitsaufnahme und dient damit als Klimapuffer. Eine zusätzliche, gesteppte Baumwollauflage verstärkt den klimaausgleichenden Effekt noch weiter und hält außerdem die Matratze länger frisch. Also eine kostengünstige Investition, die nur Vorteile hat.
Der Lattenrost: Ein guter Rost hält doppelt so lange wie die Matratze. Wenn er aber nicht mehr in Ordnung ist, kann auch die beste Matratze keine Wunder vollbringen. Die Leisten müssen, speziell in der Mitte, noch deutlich nach oben gewölbt sein. Der Abstand zwischen den Leisten darf nicht mehr als zwei Finger breit sein. Vorteilhaft sind eine verstärkte Mitte und eine weichere Schulterzone. Eine Anmessung der Einstellung im Fachgeschäft hilft das Beste aus der Matratze-Lattenrostkombination zu holen.
In gut sortierten Fachgeschäften wird eine herstellerunabhängige und objektive Beratung geboten, um die perfekt passende Matratze zu finden. jv/ps

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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