Erste Frau an der Spitze einer Inspektion in der Westpfalz
Katja Schomburg neue Leiterin des Altstadtreviers

Von links: Katja Schomburg, Michael Denne und Thorsten Mayer
  • Von links: Katja Schomburg, Michael Denne und Thorsten Mayer
  • Foto: Polizeipräsidium Westpfalz
  • hochgeladen von Ralf Vester

Kaiserslautern. Polizeioberrat Thorsten Mayer ist heute, am Dienstag, 11. Februar, offiziell verabschiedet worden. Der 42-Jährige leitete seit 2015 die Polizeiinspektion Kaiserslautern 1 in der Gaustraße. Den Chefposten des sogenannten Altstadtreviers übernimmt Polizeirätin Katja Schomburg.

Die Polizeiinspektion Kaiserslautern 1 trägt gemeinsam mit ihren Partnern die Verantwortung für die Sicherheit von rund 80.000 Menschen in der Stadt Kaiserslautern, in den Verbandsgemeinden Otterbach-Otterberg und Enkenbach-Alsenborn. Im Zuständigkeitsbereich der Inspektion liegt auch das Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg, die Kaiserslauterer Altstadt mit ihren Kneipen und die US-amerikanische Liegenschaft in Sembach.

Zur Verabschiedung von Thorsten Mayer und zur Amtseinführung von Katja Schomburg begrüßte der Leiter der Polizeidirektion Kaiserslautern, Polizeidirektor Wolfgang Schäfer, rund 70 geladenen Gäste.

Thorsten Mayer übernimmt Dozententätigkeit an der Hochschule der Polizei
Mayer wechselte im Oktober 2019 an die Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz (HdP). Er ist Dozent für Einsatzlehre und unterrichtet dort zukünftige Polizeikommissarinnen und -kommissare. Der Vorderpfälzer trat 1997 in den Dienst der rheinland-pfälzischen Polizei. Nach dem Studium an der HdP folgten Stationen bei der Bereitschaftspolizei, dem Polizeipräsidium Rheinpfalz und beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA). Nach dem sehr erfolgreichen Abschluss des Masterstudiums an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster / Nordrhein-Westfalen (DHPol) wurde Mayer im Oktober 2014 von Innenminister Roger Lewentz zum Polizeirat ernannt und mit der Leitung des Stabsbereichs 1 (Einsatz, Verbrechensbekämpfung, Verkehr, Aus- und Fortbildung, Prävention) in Ludwigshafen beauftragt. Bereits ein Jahr später versetzte ihn das Innenministerium zum Polizeipräsidium Westpfalz. Vier Jahre leitete er die Inspektion in der Kaiserslauterer Altstadt.

Polizeipräsident Michael Denne schätzt Mayer als sehr kompetenten, bescheidenen, aber auch selbstbewussten Menschen. "Ihre ruhige und besonnene Vorgehensweise auch als Polizeiführer bei diversen Fußballspielen und in ihrem Amt als Leiter des Abschnitts "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei besonderen Einsatzlagen" hat mich sehr beeindruckt", so Denne. Mayer genieße ein hohes Ansehen bei seinen Kolleginnen und Kollegen.

In seiner Abschiedsrede blickte Mayer auf seine Zeit beim Altstadtrevier zurück. Sie war bestimmt von personellen Veränderungen - das Team in der Gaustraße wurde jünger, ältere Kolleginnen und Kollegen verabschiedeten sich in den Ruhestand - aber auch die Umstellung des Schichtmodells oder die Umbaumaßnahmen innerhalb der Inspektion prägten seine Zeit als Inspektionsleiter. Für Abwechslung neben den alltäglichen Aufgaben sorgten Sondereinsätze wie die Spiele des 1. FC Kaiserslautern oder die Führung des Einsatzabschnitts "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" wie beispielsweise anlässlich des Sprengstofffundes in Lauterecken oder in Zusammenhang mit dem Fall des Landschaftsgärtners aus Mehlingen. Eine gänzlich neue Erfahrung sei für Mayer die enge Kooperation mit den US-Streitkräften gewesen. Bei der Polizeiinspektion Kaiserslautern 1 wird dies vor allem durch die gemeinsame Altstadtstreife von Polizei, Ordnungsamt und US-Militärpolizei deutlich. "Die Zusammenarbeit empfand ich als sehr angenehm und gut, mit einem Mehrwert für alle Beteiligten. Hierfür vielen Dank an die Vertreter der US-Army und US-Air Force", so Mayer. Ganz besonders bedankte sich der 42-Jährige auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Altstadtreviers: "Vor allem wesentlich ist die Zusammenarbeit innerhalb der Inspektion. Hierfür geht mein Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Inspektion - im Wechselschichtdienst, im Bezirksdienst, bei der Jugendverkehrsschule, im Geschäftszimmer, oder in der Führungsgruppe. Ich habe die Zeit und die Zusammenarbeit im Polizeipräsidium Westpfalz als äußerst konstruktiv, problemlösungsorientiert und vor allem kollegial erlebt."

Erste Frau an der Spitze einer Inspektion in der Westpfalz
Für Schomburg ist die Leitung der Polizeiinspektion Kaiserslautern 1 die erste Führungsposition nach dem Studium an der DHPol. Die 39-jährige Thüringerin wurde 2004 bei der Polizei Rheinland-Pfalz eingestellt. Mittlerweile lebt sie in Schifferstadt. Nach ihrem Studium an der HdP folgten Verwendungen bei der Bereitschaftspolizei und im Polizeipräsidium Rheinpfalz. In Vorbereitung auf das Masterstudium an der DHPol war Schomburg mit der Leitung des Kriminal- und Bezirksdienstes der Polizeiinspektion in Ludwigshafen-Oppau, der Inspektion sowie der Polizeiwache Oggersheim betraut. Es schlossen sich Verwendungen im Führungsstab des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, als Polizeiführerin vom Dienst, beim LKA und beim Polizeipräsidium Mainz an. Im September des vergangenen Jahres schloss Schomburg das Studium an der DHPol erfolgreich ab. Zum 1. Oktober 2019 hat Innenminister Roger Lewentz sie zur Polizeirätin ernannt. Seitdem ist sie Inspektionsleiterin in der Gaustraße. Sie ist damit die erste Frau an der Spitze einer Inspektion des Polizeipräsidiums Westpfalz.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, Harald Westrich, sowie David Giesler vom Personalrat der Polizeidirektion Kaiserslautern sprachen Grußworte.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Blechbläserquintett des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Markus Privat. (Polizeipräsidium Westpfalz)

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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