Junger Luchs Koda im Pfälzerwald freigelassen – jetzt soll er die Population stärken
- Der junge Kuder Koda wurde jetzt ausgewildert. Er soll dabei helfen, die Zukunft der heimischen Luchspopulation zu sichern und die genetische Vielfalt der Tiere zu stärken.
- Foto: Dino Renvert/MLWUF/gratis
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Kreis Kaiserslautern. Im Pfälzerwald streift wieder ein neuer Luchs durch die Wälder: Der junge Kuder Koda wurde jetzt ausgewildert. Er soll dabei helfen, die Zukunft der heimischen Luchspopulation zu sichern und die genetische Vielfalt der Tiere zu stärken. Koda stammt aus einem europäischen Nachzuchtprogramm für Luchse. Geboren wurde er im Mai 2025 im Tiergarten Nürnberg. Nach mehreren Monaten Vorbereitung wurde er nun in die Freiheit entlassen.
Warum Koda für die Luchse so wichtig ist
Die Rückkehr der Luchse in den Pfälzerwald gilt als eine der größten Erfolgsgeschichten des Naturschutzes in Rheinland-Pfalz. Seit dem Ende des Wiederansiedlungsprojekts im Jahr 2021 wurde nun erstmals wieder ein Luchs ausgewildert.
Doch die Population steht vor Herausforderungen. Der heutige Bestand geht auf rund 20 Gründertiere zurück. Weil einige Tiere früh ausfielen oder sich nicht fortpflanzten, steigt das Risiko enger Verwandtschaft innerhalb der Population. In einzelnen Fällen wurden bereits Paarungen nah verwandter Tiere und nicht überlebensfähige Jungtiere dokumentiert.
Koda soll dazu beitragen, frische Gene in den Bestand einzubringen. Experten hoffen, dass er sich in den kommenden Jahren mit weiblichen Luchsen paart und so die genetische Vielfalt erhöht.
Weitere Auswilderungen geplant
Nach Angaben des Umweltministeriums sollen in den kommenden fünf Jahren jedes Jahr ein bis zwei weitere genetisch passende Luchse im Pfälzerwald freigelassen werden. Wissenschaftler begleiten die Entwicklung der Tiere mit Telemetrie und genetischen Untersuchungen.
Dafür werden unter anderem Haar-, Kot- und Gewebeproben ausgewertet. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie sich die Population entwickelt und ob weitere Auswilderungen notwendig sind.
Umweltministerin Christine Schneider bezeichnete die Rückkehr der Luchse als großen Erfolg. Das gemeinsame Engagement von Forstwirtschaft, Jagd, Nutztierhaltern und Naturschutzverbänden habe die Grundlage geschaffen, damit Europas größte Katzenart langfristig im Pfälzerwald heimisch bleiben kann. [red]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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