St.-Franziskus-Schulen bei CityHackerSchool
Let's hack together!
- Foto: S.Seither
- hochgeladen von Stefanie Seither
Erstmals war die Initiative „CityHackerSchool“ im September in Kaiserslautern zu Gast – und alle Siebtklässler der St.-Franziskus-Schulen durften für einen Tag lang selbst zu „Hackern“ werden.
„Hacker? Sitzen die nicht im Dunkeln mit Kapuze auf dem Kopf vor ihrem PC und stellen schlimme Dinge an?“
Das Bild, das sich im Rechner-Labor der Hochschule Kaiserslautern bietet, ist das absolute Gegenteil des gängigen Klischees. Der hell erleuchtete Raum ist erfüllt von einem Mix aus eifrigem Tastentippen, leisem Gemurmel und konzentrierter Aufmerksamkeit. 25 Mädchen sitzen an PCs und entwickeln ihre eigene Webseite, angeleitet von vier Erwachsenen, den so genannten „Inspirern“. Statt finstere Machenschaften zu veranstalten zaubern die Schülerinnen der St.-Franziskus-Schulen Internetauftritte ihrer Lieblingsvereine und Informationen zu Haustieren, Animes und Kochrezepten auf die Bildschirme. Keine von ihnen konnte bis vor zwei Stunden etwas mit einer Programmiersprache namens HTML anfangen. Nun unterstützt Mia ihre Freundin dabei, mittels der richtigen Code-Zeilen ein Bild zur Illustration ihres Cookie-Rezeptes auf dem Bildschirm auftauchen zu lassen. Verantwortlich dafür sind die „Inspirer“ der CityHackerSchool, die den Schülerinnen im Laufe einer guten Stunde die Grundzüge des Programmierens nahe gebracht haben: Studierende, Mitarbeiter und Auszubildende von Uni, Hochschule und der Kaiserslauterer Firma Wipotec. Neben Anleiter Max steht Edgar, ein junger Mann in hellem Shirt mit dem Schriftzug „HackerSchool“ vorne an der Tafel. „Wir programmieren jetzt Edgar, damit er ein Quadrat an die Tafel zeichnet“, fordert Max die Mädchen auf. Erst zögerlich, dann mutiger kommen „Programmiervorschläge“ aus den Reihen. Und tatsächlich schaffen es die Schülerinnen, das gewünschte Ziel mit den vorgegebenen Programmier-Bausteinen zu erreichen: „Inspirer“ Edgar zeichnet ein Quadrat.
Selbst Oberbürgermeisterin Beate Kimmel ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Projektpartnern der RPTU, Mandy Schiefner-Rohs, und der Hochschule, Klaus Knopper, sowie Jens Kühn von der Wipotec-Stiftung vorbeizuschauen.
„Wir wollen, dass ihr raus geht und geilen Scheiß programmiert!“, bringt es CityHackerSchool-Geschäftsführerin Julia Freudenberg in der abschließenden Runde im Audimax auf den Punkt. Bereits seit 12 Jahren existiert das Projekt und hat nun durch die Förderung der Wipotec-Stiftung sowie der Stadt seinen Weg nach Kaiserslautern gefunden.
In der Abschlussrunde berichten einige Projektbeteiligte von ihrem beruflichen Werdegang und motivieren dazu, IT als Berufsfeld in die eigenen Überlegungen einzubeziehen. Programmieren allein ist in Zeiten von KI sicherlich kein berufliches Lebensziel mehr. Aber sich in Kontakt mit Informationstechnik als kompetent und erfolgreich zu erleben ist ein Ansatz, der einen Anstoß hin zu einem technisch geprägten Beruf geben kann. Für die beteiligten Schülerinnen war der Tag auf jeden Fall ein voller Erfolg.
Autor:Stefanie Seither aus Kaiserslautern |
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