Erfolgreiche Auslands-Premiere für die Krokodile
KSK1 siegt 17:12 in Luxembourg / 2 Spiele am Wochenende

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Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs haben auch ihren zweiten Auftritt der Saison 2025/2026 erfolgreich beendet: Bei der erstmaligen Austragung einer Partie der Regionalliga Südwest im Ausland gewann man bei Swimming Luxembourg mit 17:12 (3:2/4:2/6:4/4:4) und zog dadurch in der Gruppe A mit den führenden Teams aus Friedrichsthal gleich. Bereits am kommenden Sonntag steht mit dem Gastspiel beim WSV Vorwärts Ludwigshafen II die nächste Begegnung an (Anpfiff: 18:30 Uhr). Zwei Tage davor greift aber zunächst der KSK2 in das Geschehen der Gruppe B ein: Am Freitag trifft man ab 20:30 Uhr auswärts auf die Friedrichsthaler Masters.

Es lief noch lange nicht alles rund beim ersten Heimspiel der Luxemburger in der höchsten südwestdeutschen Spielklasse. Immer wieder mussten sich die Unparteiischen den Ball aus dem Wasser geben lassen, um das Kampfgericht bei den Eingaben ins deutsche Online-System zu unterstützen. Ein wirklicher Spielfluss kam dementsprechend kaum auf – das erste Viertel dauerte mit den ganzen Unterbrechungen weit über zwanzig Minuten. Wenn dann aber mal gespielt wurde, zeigten die Hausherren ein völlig anderes Gesicht, als zehn Tage zuvor beim 10:28 in Friedrichsthal. Zwar führte der KSK bis in die sechste Minute mit 2:0 – das war allerdings vor allem einem wieder einmal hervorragend aufgelegten Illia Dmytriiev im Lauterer Tor zu verdanken, der diverse gute Einschussmöglichkeiten der Luxemburger vereitelte. Doch das Bollwerk hielt nicht ewig und so gingen die Krokodile lediglich noch mit einem knappen 3:2 Vorsprung in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst wenig. Die mit einigen starken Einzelspielern besetzten Luxemburger hielten die Lauterer Angriffsbemühungen weitestgehend im Zaum und konnten ihrerseits im Vorwärtsgang Akzente setzen. So durfte sich der KSK erneut bei Illia Dmytriiev bedanken, der unter anderem gleich zwei Strafwürfe entschärfte, dass man auch zur Halbzeit noch vorne lag (7:4).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann aber nach und nach zugunsten der Lauterer. In einer Partie mit vielen Hinausstellungen (14 gegen Luxemburg, 12 gegen den KSK) durften bis zum Ende des dritten Abschnitts drei Akteure der Gastgeber mit drei persönlichen Fehlern nicht mehr an der Partie teilnehmen, während zeitgleich die Krokodile immer besser ins Rollen kamen. Dabei waren es weniger die genutzten Überzahlspiele (nur knapp 40% Erfolgsquote), sondern eher einige schön herausgespielte, normale Angriffe und Konter, mit denen man das Resultat bis zur letzten Pause auf 13:8 ausbaute.

Spätestens als es nach einem 4:1-Lauf gegen die nun stark nachlassenden Luxemburger zur Hälfte des Schlussabschnitts 17:9 stand, war die Partie entschieden. Im Folgenden wechselte der KSK einerseits wohl etwas zu wild durch und schwamm andererseits auch oft arg kopflos nach vorne um weitere Treffer erzielen, sodass man die Gastgeber förmlich zur Ergebniskosmetik einlud. Und während die Lauterer selbst beste Möglichkeiten ausließen, traf Luxemburg noch dreimal in Folge.

Durch das 17:12, zu dem Jens Feddeck und Jan-Philipp Minges je vier Treffer beisteuerten und bei dem auch Debütant Jordan Chatfield ein Tor erzielte, werden die Krokodile in der offiziellen Tabelle der Gruppe A sogar auf Platz 1 geführt. Der Grund dafür ist, dass man mit +24 das gleiche Torverhältnis vorweist, wie der bisherige Spitzenreiter SV Friedrichsthal I, aber zwei Treffer mehr erzielt hat. Der SVF2 hat zwar ebenfalls sechs Pluspunkte und darüber hinaus auch mit +25 das beste Torverhältnis, liegt aber trotzdem nur auf Rang drei, weil man das Duell mit der eigenen Ersten verloren hatte. (sts)

So spielten sie: Illia Dmytriiev (im Tor), Jordan Chatfield (1 Treffer) Marius Schuler (2), Johannes Diehl, Niklas Birich (1), Jens Feddeck (4), Björn Schlick (1), Jacob Schirra (1), Stefan Stranz, Jan-Philipp Minges (4), Leon Birich (1), Mattis Starck, Dirk Feddeck (2)

Am Sonntag wartet der WSV Ludwigshafen II

Diesem leichten „Chaos“ an der Tabellenspitze könnten die Krokodile am Sonntag durch einen Sieg beim WSV Vorwärts Ludwigshafen II entkommen. Ob es gelingt, wird unter anderem auch vom Kader der Zweitliga-Reserve abhängen, die als einziges Team in dieser Saison noch kein Spiel bestritten hat. Sollten die Rheinstädter wie im Vorjahr mit einer punktuell verstärkten Jugendtruppe antreten, ist der dritte Erfolg im dritten Spiel auf alle Fälle machbar. In der letzten Saison gab es mit 17:6 und 23:13 zwei deutliche Siege für den KSK, wobei letzterer der entscheidende Mosaikstein auf dem Weg zur Meisterschaft war. Eine Wiederholung ist also sehr wünschenswert.

KSK2 am Freitag bei den Friedrichsthaler Masters

Nicht ganz so eindeutig sind die Vorzeichen für das Saison-Debüt der zweiten Lauterer Mannschaft. Zwar steht man mit den offiziell unter „Auswahl Friedrichsthal“ geführten Masters des SVF, demjenigen Team gegenüber, das man im letzten Jahr zweimal geschlagen hat, allerdings kommen die Saarländer mit dem Rückenwind in die Partie, dass sie zum Auftakt den SV 08 Saarbrücken mit 19:12 in die Schranken gewiesen haben. Neben vielen erfahrenen Akteuren hat man heuer auch etliche aufstrebende Nachwuchskräfte mit am Start, sodass die Lauterer gewarnt sein sollten. Insbesondere auch, weil die Partie im für Gäste nach wie vor ungewohnten, flachen Becken des Friedrichsthaler Hallenbades ausgetragen wird. Für die kleinen Krokodile zählt trotzdem nur ein Sieg, wenn man auf dem Weg zur anvisierten Titelverteidigung nicht schon ganz früh einen Rückschlag hinnehmen will. (sts)

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Autor:

Stefan Stranz aus Kaiserslautern

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