Spannendes Spiel vor Rekordkulisse
KSK1 besiegt Swimming Luxembourg (15:12) – und Worms (22:11)

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Mit zwei Erfolgen innerhalb von zwei Tagen haben die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs zumindest vorübergehend wieder die Spitzenposition in der Gruppe A der Regionalliga Südwest übernommen. Nur 48 Stunden nach dem ungefährdeten 22:11 (5:2/6:1/5:3/6:5) Sieg gegen den SC Poseidon Worms, behielten die Krokodile vor einer imposanten Kulisse in einem umkämpften Match gegen Swimming Luxembourg mit 15:12 (2:3/5:3/3:4/5:2) auch die Oberhand.

Während normalerweise vielleicht um die zwanzig Leute bei Spielen der Lauterer Wasserballer zugegen sind, tummelten sich am Donnerstag handgezählt knapp 100 Zuschauer im Monte Mare, die das von den Krokodilen als „erstes Heimspiel gegen eine ausländische Mannschaft“ beworbene Aufeinandertreffen mit dem Team von Swimming Luxembourg sehen wollten.

Viel Unruhe gegen Worms

Die meisten von ihnen hatten zwei Tage zuvor die Begegnung mit dem SC Poseidon Worms an gleicher Stelle nicht miterlebt, dabei allerdings auch nicht allzu viel verpasst. Gegen die nur zu zehnt angereisten Rheinhessen bot der KSK nämlich eine eher durchwachsene Leistung, für die sinnbildlich war, dass man bereits nach einer halben Minute mit 0:1 zurück lag. Zwar sollte dies die einzige Führung für die Gäste bleiben und bis zur ersten Pause lagen die Krokodile auch schon mit 5:2 vorne, aber ein schönes Spiel war es nicht. Obwohl man trotz vieler vergebener Großchancen den Vorsprung stetig ausbaute und am Ende deutlich mit 22:11 gewann, blieb vor allem eines von der Partie hängen: Die durchgehende Unruhe im Lauterer Team, das sich mehrfach von den Unparteiischen falsch behandelt fühlte. Zum Teil zwar sicher nicht zu Unrecht - allerdings bringen solche Unmutsäußerungen erfahrungsgemäß eben nur in den seltensten Fällen positive Effekte. Hier sogar lediglich negative, nämlich zwei rote Karten gegen Trainer Karsten Schöniger und Dirk Feddeck.

Viel Stimmung gegen Luxemburg

Während letzterer in der Partie gegen Luxemburg trotzdem eingesetzt werden durfte, musste der Coach sich auf der Tribüne unter die Zuschauer mischen und sah von dort eine von Beginn an hochklassige Partie. Die prächtige Kulisse stachelte die Spieler zu Höchstleistungen an und diese kamen den Aufforderungen postwendend nach. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und es ging durchaus auch körperbetont zur Sache, ohne dass es dabei jedoch grob unfair wurde. Trotzdem hatten die Schiedsrichter jede Menge zu tun und verhängten insgesamt 27 persönliche Strafen, die sich recht gleichmäßig auf beide Mannschaften verteilten. So resultierten gleich drei Treffer im ersten Viertel aus Strafwürfen. Während der KSK aber nur seine beiden Fünfmeter verwandeln konnte, trafen die Gäste auch zweimal aus dem Spiel heraus und gingen mit einer 3:2 Führung in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt schwammen die Krokodile zwar zunächst sogar einem zwei-Tore-Rückstand hinterher, schafften es dann aber endlich ihre zahlreichen Möglichkeiten auch in Tore umzumünzen. Dank dreier Treffer innerhalb von 90 Sekunden konnten sie die Partie bis zur Halbzeit drehen (7:6).

Nach dem 8:6 bot sich den Hausherren dann sogar die Möglichkeit weiter fortzuziehen, jedoch ließ man die Chance auf das 9:6 per Strafwurf verstreichen. Stattdessen kam Luxemburg wieder zum Ausgleich, ehe sich in der Schlussminute des dritten Viertels die nächste vorentscheidende Szene anbahnte: Nach einem Ausschluss griff einer der stärksten Akteure der Gäste weiter ins Spiel ein und quittierte mit dem fälligen Strafwurf seinen dritten persönlichen Fehler. Beim Ausführen dieses Fünfmeters, der den Weg ins Netz fand, trat ein Luxemburger nach dem Schützen und wurde ebenfalls vorzeitig zum Duschen geschickt. Da die Unsportlichkeit allerdings stattfand, bevor der Ball die Hand verlassen hatte, musste der Strafwurf wiederholt werden. Diesmal blieb der Luxemburger Torwart der Sieger, sodass es mit 10:10 Unentschieden in die letzte Pause ging.

Hier erwischten die Gäste zunächst den besseren Start und erzielten das 11:10, im Folgenden mussten sie jedoch den vielen Hinausstellungen Tribut zollen, da insgesamt vier ihrer Spieler nicht mehr eingesetzt werden durften – während es auf KSK-Seite nur einen Akteur dreimal erwischt hatte. Die Hausherren wussten diesen Vorteil zu nutzen und trafen bis drei Minuten vor dem Abpfiff viermal in Folge zum eigentlich beruhigenden 14:11. Ganz vorbei war es allerdings noch nicht und Illia Dmytriiev im Lauterer Tor bekam noch mehrfach die Möglichkeit sich auszuzeichnen. Neben dem Schlussmann ragte beim letztendlichen 15:12 Sieg aus dem starken KSK-Kollektiv auch noch Jens Feddeck heraus, der neun Tore erzielte und somit in dieser Woche insgesamt 15mal traf.

Spitzenreiter empfängt Tabellendritten

In der Tabelle der Regionalliga Südwest Gruppe A sind die Krokodile mit 15 Punkten an den beiden Friedrichsthaler Mannschaften (je 12) vorbeigezogen und belegen wieder die Spitzenposition. Am kommenden Donnerstag wartet schon der nächste Härtetest auf die Lauterer, wenn ab 20:00 Uhr mit dem SV Friedrichsthal II der aktuell Drittplatzierte im Monte Mare zu Gast ist. Dieser wird dem KSK schon allein deswegen alles abverlangen, um möglichst der eigenen ersten Mannschaft einen Vorteil im Meisterschaftskampf zu verschaffen. Mit einer ähnlich starken Leistung wie gegen Swimming Luxembourg sollten die Krokodile zwar gegen die Saarländer durchaus gewinnen können, allerdings darf man den Gegner keinesfalls unterschätzen: Während man sich selbst nämlich zweimal schwertat, fuhr die SVF-Reserve gegen Luxemburg mit 28:10 und 24:14 zwei deutliche Siege ein. Auch im vereinsinternen Duell schlug man sich in der Vorwoche bravourös und unterlag nur knapp mit 13:14. (sts)

So spielten sie: Illia Dmytriiev (im Tor), Marius Schuler (1 Treffer gegen Worms / 1 gegen Luxemburg), Niklas Birich (3/1), Jens Feddeck (6/9), Björn Schlick (2/0), Jacob Schirra (4/0), Stefan Stranz (1/0), Leon Birich (1/1), Mattis Starck, Dirk Feddeck (1/2)
Nur gegen Worms: Adrian Zismann, Johannes Diehl, Johann Lehmann (3)
Nur gegen Luxemburg: Lukas Allmann, Stefan Raspudic, Johannes Bröhl

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Autor:

Stefan Stranz aus Kaiserslautern

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