Souveräner Saisonauftakt nach Stolperstart
KSK1 besiegt SSV Trier mit 23:4 / Sonntag geht’s nach Luxemburg
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Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs sind optimal in die Spielzeit 2025/2026 gestartet: Nach einem etwas ruckeligen Beginn kamen die Krokodile ab dem zweiten Viertel auf Touren und besiegten den SSV Trier deutlich mit 23:4 (5:3/3:0/7:0/8:1). Bereits am Sonntag steht die nächste Partie auf dem Programm: Bei Swimming Luxembourg trägt der KSK erstmals ein offizielles Liga-Spiel im Ausland aus. Anpfiff ist um 13:30 Uhr in Luxemburg-Stadt.
Sechs Minuten lang konnte man getrost von der klassischen „Begegnung auf Augenhöhe“ sprechen. Die mit voll besetzter Ersatzbank angetretenen Lauterer waren den nur zu zehnt angereisten Trierern zwar optisch überlegen, konnten diesen Vorteil jedoch nicht auf die Anzeigetafel bringen. Offensichtlich war man noch nicht ganz bei der Sache – jedenfalls agierte man sowohl im Angriff als auch in der Abwehr viel zu unkonzentriert. Vorne zeigte sich das im Auslassen bester Möglichkeiten (unter anderem wurde ein Strafwurf nicht verwandelt), hinten kassierte man viel zu viele Hinausstellungen, die durch besseres Aushelfen vermeidbar gewesen wären. So standen nach besagten sechs Minuten auf beiden Seiten je drei Treffer zu buche, ehe sich der Sand im Getriebe der Krokodile dann doch so langsam zu lösen begann. Noch vor der ersten Pause konnte man sich beim 5:3 erstmals einen zwei Tore-Vorsprung erspielen, den man im ersten Angriff des zweiten Viertels auf 6:3 ausbaute. Ganz rund lief es zwar noch nicht bei den Hausherren, allerdings hatte sich zumindest die Abwehr stabilisiert, die bis zur Halbzeit keinen weiteren Gegentreffer mehr zuließ. Die Chancenverwertung ließ allerdings nach wie vor zu wünschen übrig, sodass man auch nur noch zwei weitere eigene Tore erzielte (8:3).
Nach dem Seitenwechsel und der Pausenansprache von Coach Karsten Schöniger legten die Lauterer dann aber endgültig den Schalter um. Der Forderung, in der Defensive weiterhin möglichst nichts zuzulassen und vorne konzentrierter zu sein, kamen die Krokodile fast optimal nach: Torhüter Ilya Dmytriiev, der mit mehreren Paraden glänzte und auch einen Strafwurf entschärfte, hielt seinen Kasten knapp 23 Minuten lang sauber - erst Mitte des Schlussviertels erzielte der SSV seinen vierten Treffer. Und obwohl man nach wie vor noch einige Großchancen ausließ, hielt man sich auch im Angriff weitestgehend an die Vorgabe und hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits 19 eigene Tore auf dem Konto. Etwas besorgniserregend war allenfalls die mit 14 Ausschlüssen sehr hohe Anzahl an persönlichen Fehlern, die die Lauterer quittierten. Wobei sich dies ergebnistechnisch nicht negativ auswirkte, da man dank hervorragender Abwehrarbeit dabei nur zwei Gegentreffer hinnehmen musste – und zwar beide bereits im Anfangsviertel.
Am Ende gab es mit 23:4 ein noch deutlicheres Ergebnis, als zum Saisonauftakt 2024/2025 gegen den gleichen Gegner (damals 26:9), bei dem sich fast der komplette Kader der Krokodile in die Torschützenliste eintragen konnte. Am häufigsten gelang dies Dirk und Jens Feddeck mit jeweils vier Treffern, gefolgt von Leon Birich, Johann Lehmann und Mattis Starck (je 3).
Sonntag erstmals Liga in Luxemburg
In der Tabelle der Gruppe A der Regionalliga Südwest sind die Lauterer Dritter und somit der erste Verfolger der beiden Mannschaften des SV Friedrichsthal, die mit sechs Zählern das Klassement anführen. Swimming Luxembourg, der kommende Gegner des KSK, befindet sich zwei Plätze hinter den Krokodilen, nachdem man beim Debüt im deutschen Ligaspielbetrieb eine 10:28-Niederlage bei Friedrichsthal II hinnehmen musste. Voreilige Rückschlüsse sollte man aus dieser Konstellation allerdings noch nicht unbedingt ziehen. Das Luxemburger Team, das mehrere starke Einzelspieler in seinen Reihen hat, war in Friedrichsthal nicht in Bestbesetzung am Start und sicherlich mit den ungewohnten Bedingungen im flachen Becken auch noch nicht vertraut. Im ersten Heimspiel wird Swimming Luxemburg hingegen sicherlich ein völlig anderes Gesicht zeigen wollen. Ob ihnen das gelingt, hängt aber auch davon ab, ob sich die Krokodile diesmal durchgehend Vollgas geben oder erneut mit Anlaufschwierigkeiten kämpfen werden. (sts)
So spielten sie: Ilya Dmytriiev (im Tor), Ulf Feddeck, Marius Schuler (2 Treffer), Johann Lehmann (3), Niklas Birich (1), Jens Feddeck (4), Björn Schlick, Jacob Schirra (1), Stefan Stranz (2), Jan-Philipp Minges, Leon Birich (3), Mattis Starck (3), Dirk Feddeck (4)
Autor:Stefan Stranz aus Kaiserslautern |
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