Die obere Hälfte knapp verfehlt
KSK wird in Villingen-Schwenningen nur Fünfter
- Hinten v.l.n.r.: Leon Birich, Jens Feddeck, Marius Schuler, Julian Kany, Ulf Feddeck, Kyrylo Dmytriiev
Vorne v.l.n.r: Niklas Birich, Lea Korn, Johann Lehmann, Ilya Dmytriiev
- Foto: Lea Korn
- hochgeladen von Stefan Stranz
Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs haben beim 39. Tacke-Pokal der WBG Villingen-Schwenningen ihr selbst gestecktes Ziel, einen Platz unter den Top4 zu erreichen, minimal verfehlt: Drei Siege und drei Niederlagen reichten den Krokodilen am Ende deswegen nur zu Rang fünf, weil der Erfolg gegen die Gastgeber erst im Entscheidungswerfen erzielt wurde.
Aufgrund der kurzfristigen Absage des Teams aus Mailand, wurde der klassische Modus mit zwei Vierergruppen zu einem „Jeder gegen Jeden“ in der Siebener-Konkurrenz umgewandelt. Dies bedeutete für die nur zu zehnt (darunter mit Lea Korn eine Dame) angereisten Lauterer, dass man statt vier nun insgesamt sechs Partien vor der Brust hatte.
Direkt zum Turnierauftakt lieferte man sich gegen die SSG Heilbronn ein Duell auf Messers Schneide. Zwar lagen die Krokodile fast durchgehend vorn, konnten sich aber erst in den Schlussminuten entscheidend absetzen, sodass das 9:6 etwas über den engen Spielverlauf hinwegtäuschte.
Die Begegnung gegen den SSV Freiburg verlief ebenfalls sehr ausgeglichen, allerdings verloren die Lauterer vor der Pause kurzzeitig völlig den Faden und mussten in weniger als zwei Minuten gleich vier Gegentore hinnehmen (3:7). Davon erholte man sich trotz einer enormen Steigerung nach dem Seitenwechsel nicht mehr und unterlag mit 6:7.
Auch im Aufeinandertreffen mit dem PSV Stuttgart konnte sich lange Zeit kein Team einen Vorteil erspielen. Mit wechselnden Führungen ging es bis in die letzte Minute, in der dem KSK der entscheidende Doppelpack zum 7:5 gelang.
Es folgte das Spiel gegen die gastgebende WBG Villingen-Schwenningen, dessen Ergebnis sich später als ausschlaggebend für die Lauterer Platzierung erweisen sollte. Nach einer schwachen ersten Hälfte, in der die Krokodile in der fünften Minute bereits mit 2:6 im Hintertreffen waren, rettete man sich immerhin noch ins Fünfmeterwerfen, behielt dort dank eines durch Ilya Dmytriiev entschärften Strafwurfs mit 3:2 die Oberhand und sicherte sich immerhin noch den Zusatzpunkt.
Da es am Sonntagmorgen allerdings gegen Waterpolo Winterthur mit 3:7 eine weitere Niederlage gab (wobei dies der mit Abstand „knappste“ Erfolg des späteren Turniersiegers war) und auch die abschließende Partie gegen Locatelli Genova mit 2:4 verloren ging, blieben die Krokodile bis zum Schluss bei den acht erspielten Punkten stehen.
Hinter dem mit 18 Zählern und einem Torverhältnis von plus 62 ganz souveränen Tacke-Pokal-Sieger aus Winterthur, reihten sich somit sowohl der PSV Stuttgart (12 Punkte), als auch die SSG Heilbronn und Locatelli Genova (beide 9) noch vor dem KSK ein. Hätten die Lauterer den Gastgebern nicht ihren einzigen Punkt gestattet, wäre man dank des gewonnenen Dreiervergleichs mit Heilbronn und Genua auf Rang drei gerutscht. So blieb den Krokodilen trotz der Erfolge gegen den späteren Zweiten und den Dritten nur Platz fünf vor dem SSV Freiburg (6 Punkte) und der WBG VS (1). Immerhin errang man außerdem durch Jens Feddeck, der 17 Treffer erzielte, den zweiten Platz in der Torschützenliste hinter dem weit enteilten Schweizer Edi Alijagic (35). (sts)
So spielten sie: Ilya Dmytriiev (im Tor), Ulf Feddeck (2 Treffer), Johann Lehmann (1), Kyrylo Dmytriiev (1), Niklas Birich (3), Jens Feddeck (17), Marius Schuler (5), Lea Korn, Julian Torben Kany (2), Leon Birich (6)
Autor:Stefan Stranz aus Kaiserslautern |
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