Rathaus wegen Bombendrohung evakuiert

Rathaus Kaiserslautern
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Kaiserslautern. Wegen einer Bombendrohung musste am Dienstagmorgen das Kaiserslauterer Rathaus evakuiert werden. Die Drohung war über Nacht per Mail eingegangen und am Morgen von einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung entdeckt worden. Daraufhin wurde umgehend die Polizei eingeschaltet und schnell entschieden, dass vorsichtshalber sowohl das Hauptgebäude als auch das Rathaus Nord geräumt werden. Gefunden wurde nichts, das Rathaus wurde gegen 11 Uhr wieder freigegeben.

Die Evakuierung konnte schnell und problemlos in nur 15 Minuten durchgeführt werden. Mehr als 1.000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren betroffen. Sie bekamen den Tag frei, wer trotzdem wegen seiner Wertsachen oder aus anderen Gründen zurück ins Rathaus musste, für den wurde eine Anlaufstelle in der Fruchthalle eingerichtet.
Zur Stunde laufen die Durchsuchungsmaßnahmen in den beiden Rathaus-Gebäuden, die aufgrund der Vielzahl der Stockwerke und Räume eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen werden. Mehrere Sprengstoffspürhunde waren im Einsatz. Das Polizeipräsidium Westpfalz wurde dabei von der US-Militärpolizei und den Polizeipräsidien Rheinpfalz und Mainz unterstützt.

Über die Hintergründe der Bombendrohung macht die Polizei derzeit keine Angaben. Es ist allerdings bekannt, dass nicht nur in Kaiserslautern, sondern in den Rathäusern mehrerer deutscher Städte (Augsburg, Chemnitz, Göttingen, Heilbronn, Neunkirchen und Rendsburg) solche Drohmails eingingen.
Schon seit Monaten sollen deutschlandweit über 100 Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer an Behörden, Gerichte sowie Politiker versendet worden sein. Die Staatsanwaltschaft Berlin führt die Fälle zusammen und ermittelt. Ob die heutigen Bombendrohungen in diesem Zusammenhang stehen  muss nun ermittelt werden. Bisher wurde in keinem der Fälle Sprengstoff gefunden. Trotzdem nehmen die Behörden solche Drohbriefe/-mails grundsätzlich ernst.
Über das Landeskriminalamt besteht der Kontakt zu den anderen Polizeien zwecks Informationsaustausch. Die Ermittlungen laufen. (jv/Polizeipräsidium Westpfalz)

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