Nach Messerattacke mit zwei Schwerstverletzten: 18-Jähriger in U-Haft
- Am Samstagabend kam es in Kaiserslautern zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung in der Fruchthallstraße, die für zwei junge Männer lebensgefährliche Folgen hatte
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Kaiserslautern. Am Samstag, 28. Februar, kam es am Abend in Kaiserslautern zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung in der Fruchthallstraße, die für zwei junge Männer lebensgefährliche Folgen hatte. Nach einem Streit zog ein 18-Jähriger ein Messer und verletzte zwei Männer schwer. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gerieten ein 18-Jähriger und ein 20-Jähriger zunächst in einen Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung griff der 18-Jährige zu einem mitgeführten Messer. Er stach einem 22-jährigen Mann, der den 20-Jährigen begleitete, in den Rücken. Den 20-Jährigen verletzte er im Brustbereich. Beide Opfer erlitten sehr schwere Verletzungen. Ihr Gesundheitszustand bleibt nach Angaben der Ermittler weiterhin kritisch.
Der Tatverdächtige selbst zog sich Augenreizungen zu, nachdem Pfefferspray eingesetzt worden war. Die Polizei nahm den 18-Jährigen noch am Samstagabend fest. Ebenfalls in Gewahrsam kam ein 15-Jähriger, der sich in Begleitung des Tatverdächtigen befunden hatte. Nach der Spurensicherung setzten die Beamten den Jugendlichen jedoch wieder auf freien Fuß. Es ergaben sich keine Hinweise darauf, dass er an der Tat beteiligt war. Nach den bisherigen Erkenntnissen traf er den 18-Jährigen erst nach dem Angriff und kümmerte sich um ihn, da dieser durch die Augenreizung beeinträchtigt war.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen den 18-Jährigen und setzte diesen in Vollzug. Ihm werden versuchter Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Haftbefehl stützt sich auf die Schwere der Tat und die angenommene Fluchtgefahr. Der Tatverdächtige äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen und macht von seinem Schweigerecht Gebrauch.
Wie das Polizeipräsidium Westpfalz mitteilt, dauern die Ermittlungen zum Motiv und zum genauen Ablauf der Tat weiterhin an. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise geben können, sich telefonisch unter 0631 369 13312 oder per E-Mail an ppwestpfalz.presse@polizei.rlp.de zu melden.
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Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |