Nach Messerattacke am Willy-Brandt-Platz: 17-Jähriger wegen versuchten Totschlags in Haft
- Nach dem Messerangriff unter Jugendlichen auf dem Willy-Brandt-Platz in Kaiserslautern haben die Ermittlungen eine neue Wendung genommen
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Kaiserslautern. Nach dem Messerangriff unter Jugendlichen auf dem Willy-Brandt-Platz in Kaiserslautern haben die Ermittlungen eine neue Wendung genommen. Gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen ist Haftbefehl erlassen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm inzwischen versuchten Totschlag vor.
Der Jugendliche steht im Verdacht, am Sonntagabend, 19. Juli, gegen 20 Uhr einen ebenfalls 17-Jährigen mit einem Messer am Bauch verletzt zu haben. Das Opfer musste nach der Attacke in ein Krankenhaus gebracht werden.
Rechtsmedizinisches Gutachten führt zu schwererem Vorwurf
Zunächst wurde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ließ jedoch ein rechtsmedizinisches Gutachten zur Gefährlichkeit der erlittenen Verletzung erstellen. Auf Grundlage des Ergebnisses wird dem Beschuldigten nun versuchter Totschlag vorgeworfen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter am Mittwoch Haftbefehl gegen den 17-Jährigen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft folgte das Gericht der rechtlichen Bewertung und nahm den Haftgrund der Schwerkriminalität an.
Tatverdächtiger war zunächst geflüchtet
Nach der Messerattacke war der mutmaßliche Täter zunächst vom Willy-Brandt-Platz geflüchtet. Noch am selben Abend gelang es der Polizei jedoch, den Jugendlichen unter anderem anhand einer Personenbeschreibung zu ermitteln.
Der 17-jährige Beschuldigte machte von seinem Schweigerecht Gebrauch. Warum es zu der Auseinandersetzung kam und in welchem Verhältnis die beiden Jugendlichen zueinander stehen, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.[red/rav]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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