Fluchtversuch scheitert: Zoll deckt zahlreiche Verstöße auf Baustellen und Gewerbeobjekten auf
- Im Rahmen gezielter Maßnahmen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung haben Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Saarbrücken mehrere Baustellen sowie Gewerbeobjekte im Raum Kusel und Kaiserslautern überprüft
- Foto: Hauptzollamt Saarbrücken
- hochgeladen von Ralf Vester
Kaiserslautern/Kusel. Im Rahmen gezielter Maßnahmen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung haben Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Saarbrücken am Samstag, 31. Januar 2026, mehrere Baustellen sowie Gewerbeobjekte im Raum Kusel und Kaiserslautern überprüft. Die Kontrollen führten zu zahlreichen Feststellungen von Verstößen gegen aufenthalts- und sozialversicherungsrechtliche Vorschriften, sodass umgehend Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden.
Am Vormittag nahmen die Zöllner zunächst eine größere Baustelle in Kusel in Augenschein. Vor Ort wurden sieben rumänische Arbeitskräfte angetroffen. Im Rahmen der durchgeführten Prüfungen ergaben sich in fünf Fällen konkrete Anhaltspunkte für Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen, da erforderliche Meldungen zur Sozialversicherung offenbar nicht erfolgt waren. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit leitete daraufhin noch vor Ort entsprechende Ermittlungen ein.
Im weiteren Verlauf des Tages überprüften die Einsatzkräfte ein größeres Gewerbeobjekt in Kaiserslautern. Bereits beim Eintreffen der Beamten versuchte sich eine männliche Person durch Flucht der Kontrolle zu entziehen. Der Fluchtversuch konnte jedoch durch das schnelle und entschlossene Einschreiten der Zöllner unterbunden werden. Die anschließenden Überprüfungen ergaben den mutmaßlichen Hintergrund des Verhaltens: Von insgesamt acht angetroffenen Personen verfügten sieben nicht über den erforderlichen Aufenthaltstitel zur Ausübung einer Beschäftigung in Deutschland. Es handelte sich um Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren aus Belarus, der Ukraine und Serbien, die sich damit illegal im Bundesgebiet aufhielten.
Nach Angaben des Hauptzollamts Saarbrücken wurden gegen die betroffenen Personen noch vor Ort entsprechende Strafverfahren eingeleitet. In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern wurden weitere Maßnahmen veranlasst. Darüber hinaus richten sich die laufenden Ermittlungen auch gegen die verantwortlichen Arbeitgeber. rav/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.