Länderübergreifende Zusammenarbeit in der Landwirtschaft
Kompetenznetzwerk soll Digitalisierung vorantreiben

Staatssekretär Roland Krämer (Saarland) (von links), Andy Becht (Rheinland-Pfalz), Dr. Heinrich Bottermann (Nordrhein-Westfalen).
  • Staatssekretär Roland Krämer (Saarland) (von links), Andy Becht (Rheinland-Pfalz), Dr. Heinrich Bottermann (Nordrhein-Westfalen).
  • Foto: Wirtschaftsministerium RLP
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Pfalz. Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und das Saarland haben sich im „Kompetenznetzwerk - Digitale Landwirtschaft West“ (K-West) zusammengeschlossen. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten die Landwirtschaftsstaatssekretäre von Rheinland-Pfalz Andy Becht, Nordrhein-Westfalen Dr. Heinrich Bottermann und dem Saarland Roland Krämer.

Stärken aller Bundesländer werden gebündelt

Mit der Vereinbarung „Digitale Landwirtschaft West – Chancen nutzen und Risiken mindern“ haben Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und das Saarland die verstärkte Zusammenarbeit bei der Digitalisierung der Landwirtschaft beschlossen. Teil der Vereinbarung ist die Gründung des „Kompetenznetzwerk - Digitale Landwirtschaft West“ (K-West). Die entsprechende Erklärung unterzeichneten Andy Becht, Dr. Heinrich Bottermann und Roland Krämer am Rande der Amtschefkonferenz (ACK) in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin.
„Mit K-West bündeln wir unser Know-How und unsere Stärken und arbeiten zum Wohle der Landwirtschaft und des Ländlichen Raums zusammen – dazu gehören Forschung und Entwicklung ebenso wie die Unterstützung des digitalen Wandels in der Praxis. Wir wollen die Chancen der Digitalisierung in der Landwirtschaft nutzen“, sagte der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsstaatssekretär Andy Becht.

„Wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit im Kompetenznetzwerk mit Rheinland-Pfalz und dem Saarland, durch die wir der Digitalisierung eine zusätzliche Dynamik verschaffen werden. Wir sehen in der Digitalisierung ein großes Potential für eine nachhaltige und umweltfreundliche Landwirtschaft sowie für die Stärkung des Ländlichen Raums. Mit unserer Kooperation senden wir ein starkes Signal“, sagte der nordrhein-westfälische Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Dr. Heinrich Bottermann.

Innovationspotenzial für eine nachhaltigere  Landwirtschaft

„In der Digitalisierung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse sehen wir ein erhebliches Innovationspotenzial für eine effiziente, nachhaltige, ressourcen- und klimaschonende Landbewirtschaftung sowie für Tierwohl fördernde Haltungsverfahren. Mit K-West wollen wir dieses Potenzial für unsere landwirtschaftlichen Betriebe stärker nutzen und gemeinsam unsere Aktivitäten in diesem Bereich weiter ausdehnen“, so der saarländische Staatssekretär Roland Krämer.
Zu den Vorhaben der Unterzeichner gehören z.B. nutzerfreundlich GeoBasis- und GeoFach-Daten für die landwirtschaftliche Praxis bereitzustellen, die Nutzung der SAPOS®-Daten zu befördern, die Digitalisierung in der Aus- und Weiterbildung zu verankern und die Etablierung von standardisierten elektronischen Schnittstellen zu unterstützen.

Zusammenarbeiten wollen die drei Bundesländer zudem beim Auf- und Ausbau von Datenaustausch- und Informationsplattformen für die Agrarbranche, etwa beim Digitalen Agrarportal des Landes Rheinland-Pfalz. Auch die Weiterentwicklung der in Rheinland-Pfalz entstandenen GeoBox-Infrastruktur wollen die Länder gemeinsam begleiten.  Für Andy Becht, der die ACK im Jahr des rheinland-pfälzischen Vorsitzes der Agrarministerkonferenz (AMK) leitet, ist die Unterzeichnung in Berlin ein Beleg dafür, dass solche Konferenzen mehr sind als die Summe der gefassten Beschlüsse. „Hier entstehen Schulterschlüsse zwischen den Ländern und in unserer Landesvertretung vermitteln wir die rheinland-pfälzische Arbeits- und Lebensweise“, so der Staatssekretär. ps

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Wochenblatt Archiv aus Germersheim

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