Zum ersten Mal führt eine Frau den Dachverband des pfälzischen Sports an
Elke Rottmüller ist neue Präsidentin des Sportbundes

Elke Rottmüller nimmt den Staffelstab von Dieter Noppenberger entgegen.
  • Elke Rottmüller nimmt den Staffelstab von Dieter Noppenberger entgegen.

  • Foto: Sportbund Pfalz
  • hochgeladen von Wochenblatt Archiv

Germersheim/Pfalz. Elke Rottmüller aus Limburgerhof ist die neue Präsidentin des Sportbundes Pfalz. Am 26. Mai erhielt sie auf der Mitgliederversammlung in der Stadthalle in Germersheim alle 485 Delegierten-Stimmen. Somit führt jetzt erstmals eine Frau den 2.071 Vereine starken und fast 70 Jahre alten Dachverband des pfälzischen Sports. Elke Rottmüller ist in Kaiserslautern geboren und war bis Mitte 2017 und ihrem Eintritt in den Ruhestand Vorstandsmitglied der Sparkasse Vorderpfalz in Ludwigshafen.

Der aus dem Amt geschiedene Dieter Noppenberger übergab Elke Rottmüller den Sportbund-Staffelstab und gratulierte mit der „Sportbund-Pfalz-Rose“, einer Rose ohne Dornen.
Es war ein emotionaler Abschied für Dieter Noppenberger, der in seinem Bericht einerseits die letzten vier Jahre beim Sportbund Pfalz Revue passieren ließ und insbesondere die Finanzausstattung des Landes für den Sport kritisierte. Den anwesenden Minister des Innern und für Sport, Roger Lewentz nah Noppenberger direkt in die Pflicht: „Meine herzliche Bitte an Sie und Ihre Amtsschwester, Finanzministerkollegin Doris Ahnen: hunderte Millionen Mehreinnahmen – prognostiziert auch für die kommenden Haushaltsjahre – sollten doch die Möglichkeit bieten, das „Geradeausfahren“ in eine kontinuierliche Steigerungsquote der Landesmittel für die Vereine und Fachverbände umzulenken.“ Noppenberger wies hin auf den organisierten Sport, der das Sporttreiben vor Ort fördert und positive Beiträge „zu Integration, Inklusion, zur Betreuung von Jung und Alt, zum gesellschaftlichen Leben in der ganz persönlichen Heimat“ leistet. Andererseits blickte der scheidende Präsident zurück auf seine 50 Jahre ehrenamtliches Engagement im Sport, die er im Schwimmclub Neustadt/Weinstraße begann und die in 20 Jahren Präsidentenamt beim Sportbund Pfalz endeten. Die Delegierten würdigten die Leistung mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen.

Elke Rottmüller war die einzige Kandidatin 

Die seit 2014 beim Sportbund Pfalz als Vizepräsidentin „Marketing“ aktive Elke Rottmüller (60) aus Limburgerhof war die einzige Kandidatin für die Nachfolge Noppenbergers und erhielt von den Delegierten mit 485 Ja-Stimmen ein hervorragendes Votum. In ihrem Schlusswort ging sie auf einige Herausforderungen ein, die in den nächsten Jahren ein Thema für den Sport und die Sportvereine werden. „Digitale Möglichkeiten oder Sport im Ganztag beschäftigen uns, aber Kooperationen wie zum Beispiel die, mit der Sportregion Rhein-Neckar, wollen wir weiterhin pflegen und ausbauen.“ Neu ins Präsidium des Sportbundes Pfalz gewählt wurden Rainer Bieling (40) aus Landau und Tristan Werner (31) aus Kirchheimbolanden. Alle vorgeschlagenen Satzungsänderungen sowie der Haushaltnachweis und -plan wurden von der Mitgliederversammlung verabschiedet.
Dieter Noppenberger wurde von dem höchsten Gremium des pfälzischen Sports zum Ehrenpräsidenten ernannt. Er ist nach Christian Löffler, Eugen Müller und Otto Johann der 4. Ehrenpräsident des Sportbundes Pfalz. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Egon Heberger (Schifferstadt), Dieter Krieger (Walsheim), Günter Paulus (Kirchheimbolanden), Ludwig Schacker (Thaleischweiler-Fröschen), Günter Scharhag (Landau) und Kurt Sturm (Wörth). (ps)

Das neue Präsidium:
Elke Rottmüller (Präsidentin), Hartmut Emrich (Vizepräsident Finanzen), Dr. Ulrich Becker, Walter Benz, Rainer Bieling, Tristan Werner (alle Vizepräsidenten), Stefan Leim (Vorsitzender Sportjugend Pfalz), Martin Schwarzweller (Geschäftsführer).

Autor:

Stefan Endlich aus Wörth am Rhein

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